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Dinslaken
Augustastraße wird zur Großbaustelle

Dinslaken. Die Dinslakener müssen sich auf ein erhebliches Verkehrschaos einstellen. Eine der Schlagadern des innerstädtischen Verkehrs wird ab 2017 für voraussichtlich zweieinhalb Jahre einseitig gesperrt. Von Jörg Werner

Ludger Veen, Fachdienstleiter Tiefbau, hatte das Thema vor geraumer Zeit im Bauausschuss schon einmal vorwarnend angesprochen. Der Abschnitt der Augustastraße zwischen Katharinenstraße und Fischerbusch, der Ende der 80er Jahre zum letzten Mal hergerichtet wurde, entspricht nicht mehr den heutige Verkehrsanforderungen und muss erneuert werden. Und die Fahrbahnoberfläche ist dabei nicht einmal das größte Problem. Noch schlimmer sieht's unter dem Asphalt aus. Das Kanalsystem ist marode.

Und weil die Stadt weiß, welche Verkehrsprobleme drohen, beginnt sie frühzeitig damit, die Bürger darauf einzustimmen, auch wenn die eigentlichen Behinderungen erst im kommenden Jahr losgehen.

Die Gewerbetreibenden, die aufgrund der notwendigen Sperrungen mit Umsatzeinbußen rechnen müssen, sind in einer separaten Informationsveranstaltung bereits über die Pläne unterrichtet worden. Jetzt werden die Grundstückseigentümer in einer nichtöffentlichen Veranstaltung im Ratssaal detailliert informiert. Sie sind bereits angeschrieben worden. Danach soll eine weitere Informationsveranstaltung, die allen offen steht, die sich betroffen fühlen, folgen. Denn sicher ist, dass die Sanierung der Augustastraße dazu führen, dass sich der Verkehr Ausweichstrecken suchen wird. Eine dürfte die Lusisenstraße sein, und wer weiß, welche Staus sich zum Beispiel schon heute zu Stoßzeiten dort an der Ampel an der Bundestraße 8 bilden, wird der Aussicht, dass die Straße während der Baustelle an der Augustastraße mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen belastet sein wird, mit einem mulmigen Gefühl entgegensehen.

Aber auch der Schwarze Weg an den Tenderingsseen vorbei dürfte zur Ausweichstrecke werden. Und nicht zuletzt könnte sich die Autofahrer Wege durch die Wohngebiete im Bruch und der Feldmark suchen. Die Sanierung der Augustastraße soll, wie Rathaussprecher Horst Dickhäuser gestern auf Anfrage der Rheinischen Post erklärte, in drei Bauabschnitten erfolgen. Dabei soll, so ist es geplant, um die Belastungen der umliegenden Straßen möglichst gering zu halten, immer ein Fahrstreifen von der B 8 in Richtung Hünxer Straße befahrbar bleiben.

Von der frühzeitigen Beteiligung der Anwohner erhofft sich die Stadt Hinweise und Anregungen zum eigentlichen Straßenausbau, aber auch zur Verkehrführung während der Umbauphase. "Im Gespräch mit den Gewerbetreibenden haben wir schon einige interessante Ideen gehört", sagte Dickhäuser. Die Vorschläge der Anwohner will die Stadt, soweit sie denn realisierbar sind, in die Planungen einbeziehen und dann noch einmal den Bauausschuss mit dem Thema befassen. Eine interessante Frage wird auch die sein, wie viel die Anlieger für die Neugestaltung der Straße bezahlen müssen.

Inwieweit die Kosten von rund 2,7 Millionen Euro auf sie umgelegt werden, ist noch unklar. Bei der Entscheidung, wie die Kosten zwischen Stadt Dinslaken und Anliegern aufgeteilt werden, ist auch die Politik im Boot.

Schon vor dem eigentlichen Baubeginn müssen noch einige Vorarbeiten erledigt werden. So sind viele Bäume am Straßenrand nicht mehr verkehrssicher und müssen gefällt werden.

Quelle: RP
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