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Dinslaken
Aus Wurstküche wird Wohnhaus

Dinslaken. Die Fleischerei Oberfohren hat den nicht mehr benötigten Betriebsteil an der Hans-Böckler-Straße verkauft. Der geplante Neubau soll 18 Familien aufnehmen können. Von Heinz Schild

Die Innenstadt ist weiterhin im Wandel begriffen. In unmittelbarer Nähe der Neutor-Galerie steht in absehbarer Zeit eine bedeutende bauliche Veränderung an. Der Gebäudetrakt der ehemaligen Wurstküche der Fleischerei Oberfohren wird demnächst abgerissen und macht Platz für den Neubau eines Wohnhauses für 18 Familien. Die alte Wurstküche, die schon seit langem nicht mehr genutzt wird, wie Silke Oberfohren im RP-Gespräch berichtete, befindet sich im hinteren Teil des alt eingesessenen Fachgeschäftes Am Neutor und liegt damit schon an der Hans-Böckler-Straße, in unmittelbarer Nähe des des Durchgangs am Haupteingang der Neutor-Galerie in Richtung alte Feuerwache. "Mit dem Neubau wird eine Lücke geschlossen", sagte Silke Oberfohren.

Seit vor etwa zwei Jahren die Wurstküche von Oberfohren mit der des Dinslakener Fleischer-Fachgeschäftes Caniels zusammengelegt worden war, werden die alten Betriebsräume an der Hans-Böckler-Straße nicht mehr benötigt. Der Bereich dient gegenwärtig der Warenanlieferung für Oberfohren, den Discounter Kodi und die Drogerie Rossmann. Was die Anlieger nicht erfreut, das ist das wilde Parken, das dort fröhliche Urstände feiert.

Dass mit dem geplanten Abriss der ehemaligen Wurstküche zur Verfügung stehende Grundstück ist etwa 400 Quadratmeter groß und wurde von Oberfohren inzwischen an Hilmar Vogt, Mitglied der Geschäftsführung des Baumarktes Stewes, verkauft, der die bereits existierenden Pläne, auf dem Gelände ein Mehrfamilienwohnhaus zu bauen, weiterverfolgt hat. Entstehen soll ein Gebäudekomplex, der dem angrenzenden Wohnhaus Hans-Böckler-Straße 14 entspricht und auch an dieses angebaut wird. Die Dinslakener Verwaltung wartet inzwischen darauf, dass der Bauantrag für das Vorhaben eingereicht wird, wie Baudezernent Dr. Thomas Palotz sagte.

Der städtische Beigeordnete begrüßt die Pläne, die für ihn eine "absolut gute Lösung darstellen", über die er nach eigener Aussage "sehr froh" ist. Das neue Gebäude soll eine Tiefgarage erhalten, damit genügend Stellplätze vorhanden sind. War ursprünglich mal angedacht, zwischen dem Neubau und dem Bestandsgebäude Hans-Böckler-Straße 14 eine Lücke zu lassen, so konnte in Gesprächen mit dessen Eigentümern die Erlaubnis zum Anbau eingeholt werden, sonst wäre eine sechs Meter breite Schlucht entstanden, die städtebaulich alles andere als schön gewesen wäre. Der Lückenschluss hingegen stärkt den großstädtischen Charakter des Areals. Steht das neue Wohngebäude, so ist von Seiten der Stadt beabsichtigt, die Straße dort komplett zu erneuern und dort auch Bäume anzupflanzen. Im Züge der geplanten Vermarktung des Geländes der alten Feuerwache, für das ein Investorenverfahren angedacht ist, soll eine Anbindung an den gegenüberliegenden Bereich der Hans-Böckler-Straße per Brückenkonstruktion möglich sein, wie Baudezernent Palotz weiter erläuterte.

Quelle: RP
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