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Dinslaken
Averbruchschule wird 50 Jahre alt: 218 Kinder feiern Geburtstag

Dinslaken. Als die Averbuchschule - damals noch als Volksschule - 1966 im Neubau an der Rosenstraße den Lernbetrieb aufnahm, sah der umliegende Ortsteil noch deutlich ländlicher aus als heute. Mittlerweile ist rund um das Schulgebäude ein modernes Wohngebiet entstanden - und auch die Averbruchschule hat sich in den 50 Jahren enorm verändert: An Aufgaben wie Inklusion, offener Ganztag oder Englischunterricht für Grundschüler hat damals wohl noch keiner gedacht. In der kommenden Woche feiert die Schule mit heute 218 Kindern Geburtstag - unter anderem mit einem Festakt und einem Jubiläums-Herbstfest. Von Rita Meesters

Es waren gleich zwei Volksschulen, die 1966 in den Neubau einzogen: Die Gemeinschaftsschule Averbruch (178 Kinder, Schulleiter Friedrich Ettwig) und die Katholische Volksschule im Averbruch (97 Kinder, Schulleiter Kurt Fütterer). Nach der Trennung von Haupt- und Grundschulen blieben zunächst zwei kleine Grundschulen an der Rosenstraße, die 1968 zur Gemeinschaftsgrundschule mit 142 Mädchen und Jungen unter Leitung von Kurt Fütterer zusammengelegt wurden. 1971 kam der Schulkindergarten hinzu. Hier wurden Kinder gefördert, die zwar schulpflichtig, aber noch vom Schulbesuch zurückgestellt waren. Diese Einrichtung lief 2003 landesweit aus und wurde durch die Schuleingangsphase ersetzt: Kinder können heute - wenn nötig - in den Klassen 1 und 2 länger als zwei Jahre verweilen.

Erfahrungen mit der Integration von zugewanderten Mädchen und Jungen sammelte die Averbruchschule schon vor gut 40 Jahren: Zunächst mit der Betreuung von Spätaussiedlerkindern, für die Ende der 80er Jahre sogar ein Tagesinternat gegründet wurde, und zu Beginn der 80er Jahre mit der Integration von türkischen Kindern aus Lohberg, die damals mit dem Schulbus auf Dinslakener Schulen verteilt wurden. Heute werden an der Averbruchschule 27 Mädchen und Jungen aus der nahegelegenen Asylbewerberunterkunft Fliehburg unterrichtet.

Für das Jahr 1988 vermerkt die Schulchronik aufgrund des starken Zustroms an Spätaussiedlern eine große Raumnot, 328 Kinder besuchten damals die Schule. 1989 wurde daher ein Pavillon mit zwei Klassenräumen auf dem Schulhof errichtet. 1993 vollzog sich der erste Wechsel in der Schulleitung: Kurt Fütterer ging in den Ruhestand, als Nachfolger nahm Baldur Bertling auf dem Chefsessel Platz. Er blieb bis 2014 im Amt und gestaltete in dieser Zeit einige weitere Veränderungen mit. Zum Beispiel den Aufbau eines Betreuungsangebotes für Kinder berufstätiger Eltern: Mit 25 Schülern startete 1999 die Maßnahme "Von acht bis eins", bevor 2004 der Offene Ganztag mit dem Caritasverband als Kooperationspartner und einer pädagogischen Betreuung bis 16 Uhr entstand. Das Angebot ist auch an der Averbruchschule ein Erfolgsmodell: Heute besuchen 130 Kinder den Offenen Ganztag. Mit einer Feierstunde wurde der langjährige Schulleiter Baldur Bertling 2014 nach über 41 Jahren im Schuldienst verabschiedet. Nachdem die Schule vorübergehend von Christoph Schraven (Weyerschule) und der neuen Konrektorin Brigitte Schenzer geleitet worden war, übernahm im vergangenen Herbst Sabine Walsdorf die Rektorenstelle.

Die Schule wird auch unter ihrer Leitung ihr Gesicht verändern: Nach dem 2015 erfolgten Umbau des Verwaltungstraktes und des Ganztagsbereiches erfolgen 2017 weitere Umbauten. Das Gebäude wird umfänglich saniert und um einen Neubau erweitert. Dafür wird ein Umzug notwendig: Im Sommer 2017 soll die Schule vorübergehend in das alte Realschulgebäude ziehen, in dem derzeit die Gartenschule provisorisch untergebracht ist.

Quelle: RP
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