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Dinslaken
AWG setzt auf bewährte Mannschaft

Dinslaken. Turhan Tuncel als Parteichef bestätigt. Kritik an Schließung der Marienschule.

Ihren alten Vorstand, Turhan Tuncel, Richard Kraschinski, Remzi Ugur und Saban Entes, haben die Mitglieder der Alternativen Wählergemeinschaft Dinslaken, kurz AWG genannt, jetzt auf ihrer Versammlung im Amt bestätigt.

Mit Ramiz Cakici, Onder Acikgöz und Alpaslan Semiz sind allerdings drei neue Beisitzer gewählt worden, und auch die Kassenprüfer wurden turnusmäßig mit Ümit Entes und Daniel Kocar neu besetzt. Die mit einem Sitz im Rat der Stadt Dinslaken vertretene Partei will sich in ihrer Amtszeit verstärkt unter anderem mit den Themen Marienschule, Neutor-Galerie und Parkplatzsituation beschäftigen.

Ohne Rücksicht auf die Kinder spreche man davon, eine hervorragende pädagogische Einrichtung wie die Marienschule schließen zu wollen, so Vorsitzender Turhan Tuncel. Wo bleibe da der Slogan "Kurze Beine - kurze Wege", wirft Remzi Ugur ein und rechnet gleich vor, dass die Stadt einige Schulbusse einsetzen müsse, um die Grundschüler zu den anderen Schulen bringen zu können. "Ob sich da wirklich sparen lässt, wage ich zu bezweifeln", so Ugur. Des Weiteren stehe das Gebäude unter Denkmalschutz, unterliege also einigen Auflagen. Auch die Neubebauung auf dem ehemaligen Zechengelände führen die Politiker der AWG ins Spiel. "Dort sollen sich junge Familien ansiedeln, da wird also eine Schule gebraucht." Und überhaupt, warum schaffe man nicht Anreize für Familien, ihre Kinder verstärkt an der Marienschule anzumelden, "das gab es schon einmal vor Jahren", so Remzi Ugur.

Das Parksystem in Dinslaken und insbesondere in der Neutor-Galerie missfällt der AWG. Warum, so fragen sich die Politiker, gibt es dort nicht gebührenfreie Parkplätze wie im CentrO, das würde auch Gäste von außerhalb anziehen. Auch die Erhöhung der Parkgebühren und die Zeitverkürzung bei der Brötchentaste sehen sie als kontraproduktiv an und wollen gegensteuern. Auch dürfen die Neustraße und die Altstadt durch die Neutor-Galerie nicht leiden, so Richard Kraschinski. Eigentümer und Geschäftsleute sollten alle an einem Strang ziehen für den Einkaufsort Dinslaken.

Zum möglichen Umzug des Technischen Rathauses sind sich die Politiker einig: Entweder wird die Miete am jetzigen Standort halbiert, sonst plädieren sie für den Umzug mitsamt DIN-Service aufs Bergwerksgelände.

Remzi Ugur weist auf einen Architektenwettbewerb der vergangenen Jahre hin: Dort wurde ein Null-Energie-Haus prämiert, das neben der Lohnhalle stehen sollte. Dies sei der ideale Ort fürs Technische Rathaus.

(big)
 
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