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Dinslaken
Bäcker Schollin plant neue Produktionsstätte

Dinslaken: Bäcker Schollin plant neue Produktionsstätte
Blick in die Backstube von Schollin. Die Traditionsbäckerei plant den Bau einer neuen Produktionsstätte an der Grenze zu Walsum. FOTO: Archivfoto
Dinslaken. Künftige Zentrale soll auf dem Grundstück zwischen B 8, Hans-Böckler-Straße und der Anschlussstelle Autobahn 59 entstehen. Von Heinz Schild

Seit mehr als 15 Jahren soll das Areal zwischen der B 8, Hans-Böckler-Straße und der Autobahnanschlussstelle der A 59 an der Stadtgrenze Dinslaken/Walsum (Gebiet Bebauungsplan Nr. 285) entwickelt werden, um dort Gewerbebetriebe anzusiedeln. Nachdem die Stadt Dinslaken Anfang des vergangenen Jahres dort große Flächenanteile erworben hat, um das Planverfahren voranzubringen, gibt es nun zwei Nutzungskonzepte. Auf dem nördlichen Bereich will ein Bäckereibetrieb seinen neuen Produktionsstandort entwickeln und besitzt dort auch schon Flächen. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um den Dinslakener Traditionsbetrieb Schollin, wie dessen Geschäftsführer Klaus Becker gestern auf Anfrage erklärte. Zu Details wollte er sich mit Blick auf die ausstehenden Entscheidungen der Politik noch nicht äußern.

Auf dem südlichen Bereich des Bebauungsplangebietes will ein privater Investor eine große Auto-Wasch- und -pflegeanlage errichten, die dann sowohl auf Dinslakener als auch auf Duisburger Stadtgebiet stehen wird.

Die neue Schollin-Produktionsstätte wird auf einem etwa 7400 Quadratmeter großen Grundstück entstehen, wie aus den Verwaltungsvorlagen für den Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschuss hervorgeht, der sich mit dem Bebaungsplan Nr. 285 in seiner nächsten Sitzung beschäftigen wird. Am neuen Schollin-Standort, der als Ersatz für den jetzigen Firmensitz an der Gerhard-Malina-Straße gedacht ist, sollen entstehen eine Backstube, eine Versandhalle, ein Tiefkühllager und ein Café, das sich an der Ecke Hans-Böckler-Straße/Willy-Brandt-Straße befinden wird. Der Bereich, der für den Versand vorgesehen ist, wird umbaut, um eine Immissionsminderung zu erreichen, die Geräusche, die beim Verladen der Waren entstehen, werden absorbiert beziehungsweise deutlich vermindert. In Mehlsilos wird die Rohstofflagerung erfolgen.

Hinter dem geplanten Versand- und Waschhallentrakt befindet sich die Produktionsstätte samt Backöfen. Integrierter Bestandteil des Betriebsgebäudes soll ein Café sein, das es den Gästen ermöglicht, durch transparente Wandelemente den Bäckern bei ihrer handwerklichen Tätigkeit zuzuschauen. Über dem Café werden sich die Unternehmensverwaltung, Büros, Team- und Besprechungsräume, Technik- und Sozialräume für das Personal befinden. Die bisherigen Planungen sehen ausreichend Stellplätze für Kunden und Mitarbeiter vor. Das künftige Betriebsgelände soll zur Willy-Brandt-Straße und zur Hans-Böckler-Straße mit Grünflächen und Anpflanzungen versehen werden, wie der Verwaltungsvorlage zu entnehmen ist.

Die heutige Großbäckerei Schollin kann auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken. Das Traditionsunternehmen wurde 1853 von Bäckermeister Eduard Schollin und seiner Frau Katharina am Dinslakener Altmarkt gegründet.

In fünfter Generation lenkt heute Thomas Schollin die Geschicke des Unternehmens, das über 700 Mitarbeiter beschäftigt, fast 50 Filialen sowie 65 Schulbistros in zahhlreichen Städten und Gemeinden betreibt.

Quelle: RP
 
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