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Voerde
Bagger beenden jahrelangen Streit

Voerde: Bagger beenden jahrelangen Streit
Zum Spatenstich kamen unter anderem Bundesministerin Hendricks (3.v.l.), Bürgermeister Haarmann (4.v.l.) und Vereinsvorsitzender Isselhorst (7.v.l.). FOTO: P-m
Voerde. Bundesbauministerin Hendricks kam zum Spatenstich für die Sanierung der Sportanlage "Am Tannenbusch" in Friedrichsfeld. Eröffnung bis Ende 2018. Von Markus Plüm

Seit 2005 wurde diskutiert, gestritten und überlegt - seit gestern gibt es nun kein Zurück mehr. Der Spatenstich zur Sanierung der Sportanlage "Am Tannenbusch" in Friedrichsfeld hat die jahrelangen Diskussionen um das Zuhause des SV 09/28 Friedrichsfeld endgültig beendet. In den kommenden Monaten entstehen hier ein Rasen-, ein Kunstrasenplatz sowie ein sogenanntes Stadtteilzentrum.

Daher war allen Beteiligten, darunter auch Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD), die gute Laune am gestrigen Tag auch deutlich anzusehen. Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann sprach ebenso von einem "bedeutenden Tag", denn die Diskussionen würden durch die rollenden Bagger nun ein deutlich sichtbares Ende haben. Er erinnerte aber auch daran, dass die Lösungsfindung für das seit 2005 bestehende Problem viele Mühen bereitet hatte.

Erst durch das vom Bundesbauministerium im Jahr 2015 ausgeschriebene "Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen" sei es möglich gewesen, die benötigten rund vier Millionen Euro aufzutreiben und damit die Finanzierung zu sichern - 90 Prozent davon werden nun vom Bund bezahlt.

Nach der Bewerbung im Jahr 2015 folgten aber einige Monate des ungewissen Wartens, denn schließlich seien die zur Verfügung gestellten 100 Millionen Euro Fördermittel 20-fach überzeichnet gewesen. Seinen ausdrücklichen Dank richtete Haarmann daher an Jürgen Isselhorst, den Vorsitzenden der SV 08/29 Friedrichsfeld. "Sie haben von Anfang an den Gedanken verinnerlicht, dass die neue Anlage für die Bürger geöffnet werden muss und nicht nur Sportlern vorbehalten bleibt", sagte Haarmann.

Denn das war unter anderen eine der Bedingungen des Programms - dass die geförderten Projekte hinterher einen gesellschaftlichen Nutzen haben. "Das, was hier entsteht, wird über eine Sportanlage hinausgehen - es entsteht ein Stadtteilzentrum, an dem jeder teilhaben kann", betonte Barbara Hendricks. Zudem berichtete sie, dass der Bund das Förderprogramm inzwischen auf insgesamt 240 Millionen Euro aufgestockt habe. "Wir müssen den Investitionsstau in den Kommunen beenden. Ja, es gibt noch viel zu tun. Aber ja, uns geht es in diesem Staat auch gut und daher können wir uns das auch leisten."

Auch Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz - schließlich sei Sport der Kitt der Gesellschaft. "Ob arm oder reich, ob alt oder jung, ob deutsch oder Migrant: Auf dem Sportplatz wird der Charakter durch das Erlernen von Sieg und Niederlage gestärkt." Gestern feierte man in Friedrichsfeld erst einmal einen Sieg. In den kommenden Monaten wird fleißig gebaut, Eröffnung soll Ende 2018 sein.

Quelle: RP
 
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