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Dinslaken
Bahnstraße: Roter Teppich für Kunden

Dinslaken. Geschäftsleute und Stadt sind bemüht, den Kunden auch während der Umbauphase Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Eine andere Baustelle in der Innenstadt dagegen löst Kritik aus. Von Heinz Schild

Der zweite Bauabschnitt auf der Bahnstraße hat begonnen. In den vergangenen Tagen wurde der Wechsel bereits eingeleitet. Die Arbeiten haben sich auf die östliche Straßenseite verlagert. Auf der östlichen Straßenseite werden über die nächsten Wochen der neue Gehweg und der Parkstreifen sowie der östliche Fahrstreifen und Teilflächen der Mittelinsel hergestellt.

Schritt für Schritt, erklärt das City-Management, könnten sich Passanten nun ein Bild davon machen, wie die Bahnstraße künftig aussehen wird. Damit die Erreichbarkeit der Geschäfts- und Wohnhäuser über den Gehweg auch während der laufenden Bauarbeiten immer gewährleistet ist, haben die Geschäftsleute einen roten Teppich für ihre Kunden ausgerollt. Stück für Stück wird der Teppich in den nächsten Wochen als provisorische Fußgängerbrücke über die geöffneten Gehwegbereiche gelegt, bis die gesamte Straßenseite mit etwa 50 Metern Länge damit ausgekleidet ist.

Nach Information der bauausführenden Firma Loock werden aus Rücksicht auf die anliegenden Betriebe die Arbeiten entlang des Gehwegs möglichst in den Morgenstunden ausgeführt und über den Tag im abgesperrten Straßenraum gearbeitet. Der westliche Gehweg ist zu diesem Zeitpunkt ohne Behinderungen für die Fußgänger weiter zugänglich.

Mit dem Verlagern der Baustelle wird die westliche Fahrspur für den Autoverkehr wieder freigeben. Auch die vorhandenen Längsparkplätze können wieder genutzt werden. Das Parken ist dank einer Parkscheibenregelung für die Kunden der Bahnstraße für eine Stunde lang kostenfrei.

Eine weitere Baustelle gibt es eine paar Schritte entfernt, auf dem Parkplatz Am Neutor, denn dort wird gegenwärtig der Bereich der Zufahrt zu den Stellplätzen saniert. Kaum haben die Arbeiten dort begonnen, gibt es auch schon Kritik an der Dinslakener Stadtverwaltung. Tanja Suchomel von der City-Reinigung Am Neutor fühlt sich nicht ausreichend informiert. Zudem hat sie bereits festgestellt, dass durch den Wegfall der Parkplätze Kunden ausbleiben - und diese Erfahrung habe nicht nur sie gemacht. Sie hätte sich gewünscht, dass die Kommune eine Ersatzzufahrt anlegt, damit die Parkplätze auch während der Sanierungsarbeiten genutzt werden können. So fielen sie weg, der Stadt entgingen dadurch ja auch Einnahmen. Auch erinnert sie daran, dass der Parkplatz erst vor etwa drei Jahren neu gestaltet worden ist und wundert sich nun darüber, dass schon eine Sanierung erforderlich ist. Für die Kritik bring Stadtpressesprecher Horst Dickhäuser kein Verständnis auf. Die Verwaltung habe im Vorfeld über die Arbeiten und die Sperrung des Parkplatzes informiert. Die Sanierung soll vier Tage dauern, möglicherweise könnten drei Tage ausreichen. "Wir haben alles frühzeitig transparent gemacht, damit alle sich darauf einstellen können." Das Anlegen einer Ersatzzufahrt, die nur im Kreuzungsbereich oder der Hans-Böckler-Straße hätte entstehen können, sei nicht möglich gewesen. Die Kosten für die notwendige Sanierung trägt zu einem Drittel die Stadt Dinslaken, die verbleibenden zwei Drittel teilen sich das Planungsbüro und die bauausführende Firma, die damals mit den Arbeiten betraut gewesen sind, so Dickhäuser weiter.

Quelle: RP
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