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Voerde/Dinslaken
Bald ist auch Voerde eine Emscherkommune

Voerde/Dinslaken: Bald ist auch Voerde eine Emscherkommune
Gemeinsam mit Jungen und Mädchen aus der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt wurde der Matschplatz am Hof Emschermündung eingeweiht. FOTO: M. Büttner
Voerde/Dinslaken. Der Hof Emschermündung ist nicht nur ein Ort des Lernens, Erlebens und Erfahrens, er ist auch ein guter Platz zum Spielen. Gestern wurde dort der neue Matschplatz mit Wasseranschluss eingeweiht. Von Heinz Schild

Die Jungen und Mädchen aus der Dinslakener Kindertagesstätte Villa Kunterbunt nutzten sofort die Gelegenheit auszuprobieren, ob der Wasseranschluss auf dem neu angelegten Matschplatz auch tatsächlich funktioniert. Sie stauten das Wasser im Auffangbehälter und ließen es dann durch Entfernen der Schieber wieder abfließen, während ein gelbes Gummi-Entchen im kalten Nass schwamm.

Das Wasserspielgelände, das den Nachwuchs zum Matschen einlädt, ist die neue Attraktion auf dem Freigelände des Hofes Emschermündung, den die Emschergenossenschaft als Informationszentrum nutzt. Mit dem Matschplatz sind nun die kleinen Besucher angesprochen, denn dort haben sie die Möglichkeit, spielerisch mit dem Element Wasser umzugehen.

"Dieser Matschplatz ist eine ideale Ergänzung unseres Bildungsangebotes. Es führt Kinder ans Thema Wasser heran, und über das Matschen können die Kleinen auch den Emscherumbau nachspielen, den wir hier direkt nebenan an der Mündung unseres Flusses umsetzen", sagte Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Nur einige Hundert Meter entfernt sind große Bagger mit den Erdarbeiten für die dort entstehende künftige Emschermündung beschäftigt. Sie wird um etwa 500 Meter nach Norden verlegt und damit auch auf Voerder Stadtgebiet liegen. Die Emschermündungsaue bildet dann die Grenze zwischen Dinslaken und Voerde.

Das ist eine Entwicklung, über die sich Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann freut und die er für die Stadt als einen enormen Gewinn ansieht. "Voerde ist in der glücklichen Situation, demnächst eine Emscherkommune zu sein", erklärte das Stadtoberhaupt freudestrahlend. Darin sieht er sowohl eine Aufwertung des städtischen Gebiets als auch eine touristische Attraktivitätssteigerung.

Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger war voll des Lobes. "Wenn es etwas einzuweihen gibt, sind Bürgermeister glückliche Menschen", verriet er gut gelaunt den Gästen. Er bekräftigte, dass Dinslaken stolz darauf sei, eine Emscherstadt zu sein. "Denn die Emscher repräsentiert die Vergangenheit und Zukunft des Ruhrgebiets", dessen Wandel sich sehr deutlich in der Veränderung dieses Flusses zeige, der früher eine Kloake war. Für den gesamten Emscherumbau sind 4,5 Milliarden Euro veranschlagt. Dies, so Heidinger weiter, sei das größte nachhaltige Projekt, das mit Wasser zu tun habe. Bis 2005 sei das fossile Zeitalter durch die Zeche repräsentiert gewesen, nun habe Dinslaken sich auf den Weg ins regenerative Zeitalter gemacht. Zwei wichtige Stichworte der neuen Zeit seien Nachhaltigkeit und Bildung. Bildung sieht Heidinger auch mit dem Emscherhof als Ort der Information lokalisiert.

Uli Paetzel bekräftigte für der Wasserverband, zum Wandel in der Region mit vielen begleitenden Aktionen beizutragen, nicht nur mit dem großen Emscherprojekt.

Quelle: RP
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