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Dinslaken
Baustart für die neue Kreisleitstelle

Dinslaken: Baustart für die neue Kreisleitstelle
Mitarbeiter der Firma Lankes haben mit dem Bau des neuen Parkplatzes an der Jülicher Straße begonnen. Er ersetzt die alten Stellflächen, auf denen ab Mitte September die Leitstelle des Kreises Wesel für das Rettungswesen errichtet wird. FOTO: Ekkehart Malz
Dinslaken. An der Jülicher Straße wird bereits der Parkplatz umgerüstet, weitere 100 Stellflächen gibt es im Flachglas-Parkdeck. Von Fritz Schubert

An der Jülicher Straße sind die ersten Baumaschinen im Einsatz. Sie künden vom nahenden Start für den Neubau der Kreisleitstelle für das Rettungswesen. Der 8,5 Millionen teure Komplex wird bekanntlich in unmittelbarer Nachbarschaft zu jenen Gebäuden des Kreises Wesel entstehen, in denen die Sparten Jugend, Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelwesen residieren. Zurzeit ist die Leitstelle im Dachgeschoss der Weseler Feuerwache am Kurfürstenring (Brüner-Tor-Platz) untergebracht, wo Räume und Technik längst an ihre Grenzen gestoßen sind. Nachdem im Februar mit Fäll- und Rodungsarbeiten am künftigen Standort erste Voraussetzungen geschaffen worden waren, sind Mitarbeiter des Weseler Garten- und Landschaftsbauunternehmens Lankes jetzt damit befasst, den Parkplatz umzugestalten.

Wie Helmut Czichy, Mitglied des Verwaltungsvorstandes im Kreishaus, im RP-Gespräch erläuterte, werden seit Montag vergangener Woche die Ausweichstellplätze hergestellt. Von den 85 Parkplätzen fallen während der Bauphase 45 weg und 40 werden auf Flächen eingerichtet, die bislang Rasen waren. Wenn die Bauarbeiten Mitte September beginnen sollen, müssen diese 40 Stellflächen fertig sein. Es wird acht für Besucher und einen Behindertenplatz geben. 31 sind Mitarbeitern der ansässigen Fachdienste vorbehalten. Es wird eine Beschilderung und Parkausweise geben.

Außerdem hat der Kreis bei der Stadt 100 Stellplätze im Flachglas-Parkdeck am Flugplatz Römerwardt angemietet. "In der Bauphase werden wir also mehr Parkplätze haben, nur eben nicht alle in unmittelbarer Nähe", sagte Czichy mit der Bitte um Verständnis.

In ein paar Jahren, so der Verwaltungsmann weiter, werden an der Jülicher Straße wieder die besagten 85 Plätze zur Verfügung stehen. Die neue Kreisleitstelle komme mit zwei Einsatzwagen aus, für die es eine Garage mit einer internen Waschmöglichkeit gebe. "Wir haben keine Lkw", betonte Czichy. Die Vorhaben seien den Anwohnern umfasssend erklärt worden. Mit Versammlungen an Ort und Stelle sowie im Kreishaus, außerdem mit Informationsschreiben. Zuletzt habe man Ende Juni über den Baubeginn, Einschränkungen und die Fassadengestaltung informiert. Demnach werde das Gebäude mit cremefarbenen Ziegeln verklinkert, die Fenster und Türen sollen in Anthrazit gehalten werden. Das soll optisch für einen Übergang von den bunten Elementen der bestehenden Kreisgebäude zu benachbarten Häusern sorgen.

Nach gut einem Jahr Bauzeit soll sich ein sechsmonatiger Testbetrieb anschließen. Richtig in Betrieb gehen könnte die Einrichtung zur Koordination aller Rettungseinsätze im Kreis Wesel dann im Frühjahr 2017. 40 Menschen werden hier im Schichtbetrieb arbeiten. In der Spitze werden es 14 sein. Der Weg bis zur Entscheidung zum Neubau auf kreiseigenem Grund am Gesundheitsamt war von zahlreichen Pannen und Fehlkalkulationen gekennzeichnet. Nun ist alles auf einem recht guten Weg.

Quelle: RP
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