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Dinslaken
Bei der Oldtimer-Rallye geht es nicht um Schnelligkeit

Dinslaken: Bei der Oldtimer-Rallye geht es nicht um Schnelligkeit
Auf der Dinslakener Trabrennnbahn trafen sich die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Die Rennteams müssen unterwegs verschiedene Aufgaben lösen und auch Fragen beantworten.

Auf der Sandstrecke der Trabrennbahn sind etwas mehr Pferdestärken unterwegs als an gewöhnlichen Renntagen. Aufgereiht stehen hier Oldtimer, deren Besitzer auf den Start der 22. Oldtimer-Rallye der Dinslakener warten. "Die Veranstaltung hat schon Tradition und wir haben deswegen Mitfahrer, die immer wieder kommen", erklärt DAMF-Vorsitzender Michael Mittler. Und ein Blick auf die Kennzeichen der Oldtimer verrät, dass einige schon weite Wege hinter sich haben, um an der Rallye teilzunehmen. Aus Ennepetal, Ahaus, Mönchengladbach und dem gesamten Ruhrgebiet sind Teilnehmer angereist. Natürlich sind auch viele Fahrer aus der Umgebung mit dabei.

Die Fahrzeuge, die an den Start gehen, sind dabei ganz unterschiedlich. Vom VW-Bus bis zum Wartburg, vom relativ neuen Porsche bis zu Modellen aus den Jahren knapp nach Beginn des 20. Jahrhundert ist hier alles vertreten. Nacheinander fahren die Fahrer ihre Wagen an den Start, der sie vom Gelände führt.

Zeitmessungen gibt es bei der Oldtimer-Rallye nicht. "Es kommt nicht auf die Geschwindigkeit an", erklärt Michael Mittler. Denn die Rennteams, die an den Start gehen, müssen unterwegs einige Aufgaben lösen. Zuerst geht es darum, mit Hilfe so genannter "Chinesenzeichen" überhaupt den Weg zu finden. Dann müssen die Teilnehmer Fragen beantworten, die sich auf die Landschaft entlang der Strecke beziehen. Und schließlich gilt es, unterwegs spezielle Aufgaben zu bewältigen. "Wir haben zum Beispiel einen Gleichmäßigkeitstest, bei dem es darum geht, eine Strecke in einer vorgegebenen Zeit abzufahren", erklärt Michael Mittler.

Mit jeweils einer Minute Abstand gehen die 75 teilnehmenden Oldtimer vom Gelände der Trabrennbahn aus an den Start auf die Strecke. Die höheren Startnummern haben dabei noch etwas Zeit. So wird neben den Autos über Alltägliches geplaudert oder gefachsimpelt. Und natürlich nehmen sich die Rennteilnehmer auch Zeit, die Autos ihrer Konkurrenten zu begutachten. "Es macht einfach Spaß, sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten", sagt Andreas Schrader. Zum dritten Mal nimmt der 52-Jährige an der Oldtimer-Rallye teil. Bei den beiden Teilnahmen zuvor saß er mit seinem Vater im Auto, jetzt hat er seinen 19-jährigen Sohn Miguel mit dabei. "Ich mache hier auch mit, weil es mir Freude bereitet, mit alten Wagen Rallyesport zu betreiben", erzählt er. Mit einem Toyota Corolla GT aus dem Jahr 1984 werden Vater und Sohn auf die 120 Kilometer lange Tour gehen. Der Wagen wird seit 25 Jahren für den Rallyesport genutzt. Andreas Schrader erbte ihn von seinem Bruder. Er und sein Sohn gehen mit Ambitionen an den Start. "Wir machen zwar aus Spaß mit, aber peilen dabei eine gute Platzierung an", so Schrader. "Die Top 10 wären schon gut."

Mittlerweile hat Michael Mittler enen großen Teil der Rallyeteilnehmer auf die Strecke geschickt. Dass die Rallye kein Autorennen im Sinne des zügigen Fahrens ist, merkt man auch an seiner Prognose für die Ankunft der ersten Rückkehrer: Fünfeinhalb Stunden werden diese wohl für den Rundkurs brauchen. Pausen und Bewältigung von speziellen Aufgaben inklusive. Dabei ist der Erste nicht unbedingt der Sieger. Wer gewonnen hat zeigt sich erst, wenn alle Teilnehmer angekommen sind.

(fla)
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