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Dinslaken
Bei Nebel soll Licht der Rheinbrücke erlöschen

Dinslaken. Die Weseler Rheinbrücke ist auch nachts schon von weitem als imposante Landmarke zu erkennen. Doch künftig werden die Lampen, mit denen das Bauwerk nach Einbruch der Dämmerung angestrahlt wird, erlöschen, sobald Nebel aufsteigt oder ein Unwetter aufzieht. Denn der Bonner Biologe Heiko Haupt hat einen entsprechende Antrag bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel eingereicht, die anschließend an die Stadt Wesel herangetreten ist.

Die muss nun an der Brücke Spezialsensoren anbringen lassen, damit bei bestimmten Wetterlagen die Strahler automatisch ausgehen. Kostenpunkt: 3000 bis 5000 Euro. Über diese Neuerung hat die Verwaltung jetzt die Politik im Ausschuss für Stadtentwicklung informiert. "Die Vögel verlieren, so habe ich das verstanden, offensichtlich durch den Lichtschein bei Nebel oder Regen die Orientierung und verfliegen sich", sagte Stadtplaner Gottfried Brandenburg.

"Der Artenschutz setzt strenge Rahmenbedingungen." Die Weseler Entscheidung "geht zwar in die richtige Richtung", sagte Heiko Haupt, "aber noch weniger Licht wäre natürlich schöner." Der 49-Jährige hat in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt, weil er die Auswirkungen des beleuchteten Bonner Post-Towers auf die Vogelwelt untersucht hatte, was zu Veränderungen führte.

(kwn)
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