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Dinslaken
Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe

Dinslaken: Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe
Juri Dadiani, Dorit Isselhorst und Gabriele Kortas-Zens (von links) spielen in der Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg neben Werken von Mozart, Paradis, Gershwin, Bonis und Rutter Stücke von Komponisten aus Georgien und Armenien. FOTO: FVHK
Dinslaken. Am 17. Januar treten in der Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg drei Künstler mit einem besonderen Programm auf. Von Bettina Schack

Es ist ein in mehrfacher Hinsicht internationales und zugleich sehr auf Dinslaken bezogenes Benefizkonzert, das Käthi Klein, Gabriele Kortas-Zens und Juri Dadiani der Öffentlichkeit vorstellten. Am Sonntag, 17. Januar, 17 Uhr, spielen das Duo Una Corda und Dorit Isselhorst Musik von Armenien bis den USA. Auf dem Programm steht Maria Teresia Paradis neben Mel Bonis, Aram Khachaturian neben John Rutter, Viktor Dolidzes "Mazurka" neben dem amerikanischem Spritiul "Go down Moses". Und international sind auch die Ausführenden: Juri Dadiani (Klavier, Bariton) stammt aus Tiflis, Georgien, und Dorit Isselhorst (Querflöte) ist Wienerin. Beide gehören wie die Dritte im Bunde, Gabriela Kortas-Zens (Klavier, Mezzosopran), ob als Chorleiter, Musikpädagogin oder auf den Konzertbühnen seit vielen Jahren zum Dinslakener Musikleben.

Dieser Mix wird sich am Sonntag auch im Publikum widerspiegeln. Juri Dadiani und Käthi Klein sprechen besonders von zwei georgischen Familien, die derzeit in der Fliehburg leben. Denn das Benefizkonzert ist für die Gruppe bestimmt, die sich seit fast einem Jahr an jedem ersten Donnerstag im Monat im Pfarrheim der Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg trifft. Rund 30 Ehrenamtliche sowie als Vereine die Katholische Frauengemeinschaft, die Landfrauen und der Heimatverein Oberlohberg laden Flüchtlingsfamilien mit ihren Kindern aus der Fliehburg ein, um Kontakte zu knüpfen, das Kennenlernen in der Stadt zu erleichtern oder im Alttag zu helfen. Was mit entstehenden Freundschaften zwischen einigen begann, ist inzwischen ein großes Treffen mit bis zu 90 Personen geworden. Die Katholische Kirchengemeinde Sankt Vincentius unterstützt das Projekt durch das Chartern eines Busses, der die Flüchtlinge aus der Fliehburg zum Treffen nach Oberlohberg und wieder zurück bringt. Eigentlich wurde die Hilfe, die benötigt wurde, von den Beteiligten aus der Herz-Jesu-Gemeinde selbst aufgebracht. Aber manche Hilfe erfordert einfach größere Summen.

Käthi Klein berichtet von einer jungen Frau aus der Fliehburg, die jetzt ein Praktikum im Vinzenz-Hospital absolvieren möchte. Für die Arbeit mit Kranken ist allerdings eine Schutzimpfung erforderlich, die aus eigenen Mitteln bezahlt werden muss: 120 Euro. Aus Gesprächen über solche Hürden heraus entstand zwischen Käthi Klein und Gabriele Kortas-Zens die Idee zum Benefizkonzert. Der Eintritt ist frei, aber man hofft auf großzügige Unterstützung der Idee für die gute Sache: "Schein-Spenden erwünscht", sagt Juri Dadiani mit einem Augenzwinkern.

Das Konzert ist für die Flüchtlingsarbeit gedacht und "Flucht und Vertreibung" sind auch das Thema eines ökumenischen Gottesdienstes am Donnerstag, 21. Januar, um 19 Uhr ebenfalls in Herz-Jesu Oberlohberg. Gestaltet wird der Gottesdienst von Amnesty International, Zelebranten sind Pfarrer Gregor Kauling und Pfarrer Jörg Munkes. Die musikalische Gestaltung liegt sowohl bei Gabriele Kortas-Zens wie einem Trio afrikanischer Flüchtlinge.

Im Gottesdienst, der sich in gleichen Maßen an Flüchtlinge wie alteingesessene Dinslakener Bürger richtet, wird über Flüchtlingsschicksale berichtet, so Magdalene Schwan-Storost, Amnesty International.

Quelle: RP
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