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Voerde
Bergmann will Zielvorgaben für das Steag-Gelände

Voerde. In weiten Teilen nachvollziehen kann der parteilose Ratsherr Hans-Peter Bergmann die Haltung der SPD, dass die Steag als Eigentümerin des Kraftwerks-Areals Vorentscheidungen zu treffen hat, was mit diesem Grundstück geschehen könnte. Doch sollte nach seiner Meinung schon am Anfang des mehrjährigen Prozesses gemeinsam mit der Bevölkerung und den politischen Gremien eine "Ziellinie" diskutiert werden, damit die angestrebte Machbarkeitsstudie nicht nur in eine bestimmte Richtung gelenkt wird, die dann im Zweifel von der Bevölkerung nicht mitgetragen werde. Bergmanns Anregung, auch über ein mögliches Wohn- und Freizeitprojekt mit kleinteiligem Gewerbe nachzudenken, sei durch Vorschläge wie Logistikzentrum und Ansiedlung von Industrieanlagen ausgelöst worden. Er gibt zu bedenken, dass Aktienunternehmen Gewerbesteuer "leider überwiegend nur am Standort ihrer Zentrale" zahlen würden. Dies sei auch von der Steag deutlich belegt worden.

Seinen Vorstoß will Bergmann nicht despektierlich gegenüber den Beschäftigten des Kraftwerks oder den betroffenen regionalen Zulieferern und Handwerksbetrieben verstanden wissen. Er geht davon aus, dass die Steag-Mitarbeiter nicht in ein soziales Loch fallen werden und hofft, dass die Firmen, die wegfallenden Aufträge ausgleichen können. Für die künftige Entwicklung des Areals sollten alle Kooperations- und Fördermöglichkeiten bei EU, Bund und Land geprüft und eingefordert werden.

Quelle: RP
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