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Voerde
Betonteile für Windräder per Schiff und Lkw

Voerde: Betonteile für Windräder per Schiff und Lkw
Die Fertigbetonteile für die Windkraftanlagen kommen per Schiff bei WDK Hafen und Lager in Friedrichsfeld an und werden dort dann für den Weitertransport zu den Baustellen durch Schwertransporter vorbereitet. FOTO: Werner Börkel
Voerde. Vom WDK-Standort in Friedrichfeld starten 50 bis 60 Transporte wöchentlich. Die Schwerlaster fahren nachts.

50 bis 60 Schwerlasttransporte mit Großbauteilen für Windkraftanlagen gehen jede Woche vom Betriebsgelände der Firma WDK Hafen und Lager GmbH an der Böskenstraße in Friedrichsfeld ab. Die Bauteile (überwiegend Beton-Fertigbauteile) wiegen bis zu 55 Tonnen und haben Ausmaße von bis zu neuen Metern Länge und vier Metern Höhe. Die beladenen Schwerlast-Lkw bringen bis zu 95 Tonnen Gewicht auf die Straße und sind bis zu 5,50 Meter breit. Deshalb fahren diese Lkw vorwiegend in der Nacht und werden von Begleitfahrzeugen sowie der Polizei gesichert. Auf Initiative von Georg Schneider, Vorsitzender der Voerder CDU-Fraktion, hat der Leiter des Voerder Ordnungsamtes, Henning Kapp, eine Streckenoptimierung für diese Transsporte mit dem Kreis Wesel abgestimmt.

Jetzt werden diese Schwerguttranssporte vorwiegend über Bühlstraße, Emmelsumer Straße und Neue Hünxer Straße in Richtung Autobahnauffahrt geführt und somit der Ortskern Friedrichsfeld und Voerde umfahren. Dies führt nach Aussage von Schneider zu einer "erheblichen Verkehrsreduzierung in den Abend- und Nachtstunden in Friedrichsfeld und Voerde". Normalerweise führte die Strecke von der Böskenstraße und im weiteren Verlauf über Frankfurter Straße, Grünstraße, Hammweg über die B 8 zur Autobahn A 3.

Die im Vorfeld durchgeführten Infrastrukturplanungen, wie der Neubau der Kreisstraße 12-Verbindung (Bühlstraße und Emmelsumer Straße) im Jahre 2002 und der dortigen Kanalbrücke im Jahre 2010 ermöglichten nun diese Lkw-Schwertransporte vom WDK-Gelände.

Die Firma WDK ist seit über 25 Jahren in Friedrichsfeld ansässig und betreibt dort Umschlag und Lagerung von Waren unterschiedlicher Art. Das Unternehmen besitzt seit 1990 das Logistikareal mit Hafen- und Gleisanschluss sowie mit etwa 24.000 Quadratmetern Hallen- und 17.000 Quadratmetern Freilagerfläche. Es verfügt über einen Wasserstraßenanschluss mit einer 250-Tonnen-Krananlage. Der WDK-Standort im Gewerbepark Voerde-Friedrichsfeld bietet den Vorteil der trimodalen Verkehrsanbindung durch Straße, Schiene und Schiff. In den Betriebshallen werden auch Großmaschinen- und Anlagenteile aus einzelnen Bauelementen zusammengefügt und später per Spezialtransport zu den Bestimmungsorten gebracht. Das Unternehmen verfügt zudem über Prüfstände für Motoren, auf denen beispielsweise Schiffs- und Industriemotoren geprüft und repariert werden können.

Einen großen Anteil am WDK-Geschäftsaufkommen haben aktuell besonders sperrige und schwere Beton-Fertigbauteile für Windkraftanlagen, wie Barbara Striepen, Geschäftsführerin von WDK, berichtete. Diese in Norddeutschland produzieren Teile werden mit Schiffen angeliefert, in Friedrichsfeld entladen, nach der Kommissionierung auf Schwerlast-Lkw verstaut und dann quasi über Nacht zu den Baustellen transportiert. Das Unternehmen hat langfristige Verträge mit seinen Auftraggebern abgeschlossen, wodurch die etwa 50 Arbeitsplätze in Friedrichsfeld gesichert werden.

Nach Aussage von Georg Schneider ist WDK neben DeltaPort und Sappi im Hafen Emmelsum eine "weitere bedeutende Firma in Voerde, die die optimale Verkehrsinfrastruktur über die der Gewerbepark Voerde-Friedrichsfeld verfügt, erfolgreich nutzt".

Quelle: RP
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