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Dinslaken/Voerde
Betuwe: Die Erörterung der Planungen beginnt

Dinslaken/Voerde. Zunächst wird über die Strecke in Voerde, dann über den Abschnitt auf Dinslakener Gebiet beraten.

In einer Woche wird es ernst, dann beginnt in der Kathrin-Türks-Halle der Erörterungstermin für die Betuwe-Pläne auf Voerder Gebiet. Dabei geht es um den Planfeststellungsabschnitt von der Grenze Dinslaken bis Friedrichsfeld. Eine Woche später ist der Abschnitt von der Grenze Oberhausen bis zur Grenze Voerde an der Reihe. Bei einem Pressegespräch erläuterten Vertreter der Bahn gestern, mit welchen Zielen sie in die Erörterung gehen.

Mehrere Bahnübergänge sollen im Zuge des Betuwe-Ausbaus dicht gemacht werden. Das sieht die Bahn in Dinslaken für die Jäger- und für die Holtener Straße vor. Dort sollen Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Der Autoverkehr muss einen Umweg nehmen. So ist vorgesehen, die Emmericher Straße (L 4) entlang der Bahnlinie bis zur Brinkstraße zu verlängern. Hier ist der Landesbetrieb Straßenbau der Vorhabenträger, ist ein eigenes Planfeststellungsverfahren nötig. In Voerde sind an der Rahmstraße und am Hammweg neue Brückenbauwerke errichtet worden.

Für Diskussionen wird sicherlich weiter der Plan für den Bahnübergang Schwanenstraße sorgen. Die Bahn will ihn ersatzlos streichen. Bei den Anwohnern gibt es zwei Lager: Die einen sind für einen Ersatz, möchten wenigstens eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger haben. Die anderen sind für die Schließung des Übergangs.

Dicht will die Bahn auch den jetzigen Übergang an der Grenzstraße machen. Wie Projektleiter Stefan Ventzke betont, habe die Bahn ein großes Interesse daran, dass die Bahnübergänge wie geplant geschlossen werden. "Wenn wir das nicht machen, hätten wir eine Lücke im Schallschutz."

Die Wände sollen je nach vorhandener Bebauung zwischen drei und fünf Meter hoch werden. Einige Streckenabschnitte werden wegen fehlender Bebauung keine Lärmschutzwand erhalten. Insgesamt kommt die Bahn zu dem Schluss, dass es nach dem Ausbau "deutlich leiser" werde, trotz mehr Verkehr und drittem Gleis. Personennahverkehrs- und Güterzüge sollen auf den äußeren Gleisen unterwegs sein, für die schnelleren Fernzüge ist das mittlere Gleis vorgesehen.

Weiterhin ist die Bahn gegen transparente Wände am Haltepunkt Voerde. Weil Betonwände absorbierend seien, Glaswände den Schall reflektieren würden. Auch gewölbte Wände sind dort aus Sicht der Bahn nicht möglich. Drei Meter soll die Lärmschutzwand hoch sein. Gemessen wird immer ab dem Gleis. Wie Ventzke erklärte, müsse man 80 Zentimeter Bahnsteig noch abziehen, blieben 2,20 Meter übrig. Bei einer gewölbten Wand würden sich groß gewachsene Fahrgäste die Köpfe stoßen, so Ventzke.

Der Erörterungstermin für den Abschnitt Voerde beginnt am Mittwoch, 18. November, um 10 Uhr. Einlass ist ab 9 Uhr. Falls erforderlich wird er am 19. und 20. November fortgesetzt. Der Termin für den Abschnitt Dinslaken beginnt am 25. November um 10 Uhr. Die Bezirksregierung organisiert und führt den Erörterungstermin durch. Anschließend verfasst sie eine Stellungnahme, die an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) geschickt wird. Das EBA fasst den Planfeststellungsbeschluss, der Auflagen enthalten kann.

(mt)
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