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Voerde/Dinslaken
Betuwe-Initiative fordert Gleichbehandlung

Voerde/Dinslaken. Gleicher Lärmschutz wie der für Baden-Württemberg bewilligte wird entlang der Gleise gefordert.

Eine Entscheidung in Berlin treibt Gert Bork Zornesröte ins Gesicht. "Auf Druck der Landräte in Baden-Württemberg bewilligte der Bundestag am 28. Januar dort übergesetzlich hohen Lärmschutz für 1,5 Milliarden Euro", berichtet der Sprecher des Verbandes der Bürgerinitiativen an der Betuwe-Linie. "Der Beschluss stempelt uns zu Bürgern zweiter Klasse!" Der Weseler fordert, dass "unsere Landräte und der Oberbürgermeister endlich aktiv werden".

Bekanntlich kämpfen Initiativen seit mehr als 20 Jahren für erträgliche Verhältnisse am Gleis. Im Zuge des Streckenausbaus werden besonders mangelhafter Lärmschutz und geringe Sicherheitsstandards kritisiert. Die Bahn stellt sich stur. Dabei gehe es, so Bork, um mehr als nur ein paar Pechvögel, die am Gleis wohnten. Der Lärm breite sich rechts und links je einen Kilometer, die Zone mit tödlicher Bedrohung bei Kesselwagen-Unglücken je acht Kilometer aus. Also seien Hunderttausende in einem 16-Kilometer-Korridor an Europas wichtigster Güterzugtrasse betroffen.

Bork kritisiert Kleves Landrat Wolfgang Spreen, der das Problem ignoriere. Der Weseler Amtskollege Dr. Ansgar Müller verhalte sich genauso und ducke sich weg - trotz Beschlüssen im Kreisausschuss und Kreistag. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek habe sich indes an die politischen Landesgruppen im Bund gewandt. Auch die SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters und Stefan Zimkeit sähen die Menschen in NRW im Nachteil.

(fws)
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