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Voerde
BI: Betuwe-Erörterung soll nach Voerde verlegt werden

Voerde. Regierungspräsidentin angeschrieben. Abgeordneten unterstützen Forderung nach anderem Tagungsort.

Die Voerder Bürgerinitiative (BI) "Betuwe - so nicht!" läuft Sturm dagegen, dass die geplante Erörterung zum Ausbau der Bewuwe im Abschnitt Voerde in der Dinslakener Kathrin-Türks-Halle stattfinden soll. Der Beginn ist für den kommenden Mittwoch, 18. November, terminiert. In einem Brief an Regierungspräsidentin Anne Lütkes von der Bezirksregierung Düsseldorf als der zuständigen Behörde wird die Wahl dieses Veranstaltungsortes heftig kritisiert. Unterstützung erhalten die Kritiker von den beiden für Voerde zuständigen Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD).

Die Bürgerinitiative kritisiert, dass den betroffenen Voerdern zugemutet wird, den weiten Weg nach Dinslaken auf sich nehmen zu müssen, um in einer Halle mit gravierenden Brandschutzproblemen zu tagen, in der Umgebung einer lauten Großbaustelle, in der die Tiefgarage geschlossen ist. Damit wäre es vielen Voerdern, besonders älteren Menschen, unmöglich, an der Erörterung teilzunehmen. Für zahlreiche Berufstätige sei die Teilnahme aufgrund der Parksituation schwierig und noch teuer. Hingewiesen wird darauf, dass die Stadt Dinslakenen es wegen der Baustelle nicht genehmigt hat, dass die BI einen Info-Stand am Halleneingang aufstellen kann, weil durch einen solchen Stand der schmale Zugang noch verkleinert werden würde.

Als ein Unverschämtheit wertet es die Bürgerinitiative, dass erst am Veranstaltungstag eine Karte ausgehängt werden soll, auf der Betroffene erkennen können, ob sie auch tatsächlich Einlass erhalten. Die BI kritisiert diese Geheimnistuerei. Ihr Fazit: "Das ist keine Bürgerbeteiligung im Sinne des Gesetzes, sondern eine klare Ausgrenzung. Wir fordern, die Veranstaltung nach Voerde zu verlegen und sachgerecht durchzuführen."

Erinnert wird daran, dass als Alternative zur Kathrin-Türks-Halle die Mehrzweckhalle an der Steinstraße in Voerde zur Verfügung gestanden hätte, die Bezirksregierung aber bei der Stadt Voerde nichtmals nachgefragt habe, ob diese für die Erörterung genutzt werden könnte. "Die zentral gelegene Mehrzweckhalle in Voerde ist geeignet, eine Termin-Abstimmung mit dem Schulbetrieb ist nötig, aber möglich", so Christian Felix Hendel von der BI.

Die beiden Abgeordneten Sabine Weiss und Dr. Hans-Ulrich Krüger, die von der BI um Hilfe gebeten wurden, haben sich inzwischen mit einem Schreiben an die Regierungspräsidentin gewandt. Sie weisen auf die Probleme der Erörterung in Dinslaken hin, die es vielen Betroffenen nahezu unmöglich mache, an dem für sie wichtigen Termin teilzunehmen. An die Regierungspräsidentin richten sie die Bitte, sie möge prüfen, "ob eine Verlegung in die Mehrzweckhalle in Voerde nicht geeigneter erscheint, die nötige Transparenz herzustellen. Wir unterstützen deshalb das Anliegen der Bürgerinitiative und hoffen, dass - auch in der Kürze der Zeit - es zu einer Ergebniskorrektur kommen kann."

(hsd)
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