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Dinslaken
Brand: Feuerwehr räumt Neutor-Galerie

Dinslaken: Brand: Feuerwehr räumt Neutor-Galerie
Die Einsatzleitung koordinierte die Löscharbeiten vom rückwärtigen Zugang des Einkaufszentrums an der Hans-Böckler-Straße. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Wieder lösten die Rauchmelder aus, wieder rückte die Feuerwehr aus, wieder räumte sie Dinslakens Einkaufszentrum. Diesmal allerdings handelte es sich nicht wie zuvor schon häufiger um einen Fehlalarm. Es brannte tatsächlich. Von Jörg Werner

Schon häufiger musste die Dinslakener Feuerwehr ausdrücken, weil die Brandmelder im Einkaufszentrum Neutor-Galerie angeschlagen hatten. Gestern war es wieder soweit. Diesmal allerdings war es kein Fehlalarm, sondern es gab einen richtigen Brand zu löschen - wenn auch nur einen kleinen. In gut eineinviertel Stunde war alles erledigt. Niemand kam zu Schaden.

Gegen 11.30 Uhr ging der Alarm ein. Die Brandmeldeanlage war von einer Rauchentwicklung im Food- Bereich der Mall ausgelöst worden. Unterstützt von Polizeibeamten räumte die Feuerwehr das Einkaufszentrum sofort. In einem Imbiss entdeckten die Einsatzkräfte einen Schwelbrand in einer Leichtbautrennwand. Der Brandrauch zog in die Zwischendecke. Um an den Brandherd zu gelangen, bauten die Wehrleute Teile der Wand ab. Mit einem Kleinlöschgerät löschten sie die brennenden Wandteile. Anschließend mussten sie das Einkaufszentrum intensiv lüften, um den Rauch aus der Zwischendecke zu entfernen. Gegen 12.45 Uhr konnten sie die Neutor-Galerie wieder freigegeben. Der Imbiss bleibt geschlossen. Die Feuerwehr Dinslaken war mit den Einheiten Hauptwache, Stadtmitte, Hiesfeld und dem Rettungsdienst vor Ort. Insgesamt waren 35 Kräfte im Einsatz.

Polizeibeamte sperrten den Nebeneingang an der Saarstraße und den Haupteingang am Neutor ab. FOTO: Büttner, Martin (m-b)

Es hat sich offenbar herumgesprochen, dass es in der Neutor-Galerie gelegentlich Feuerwehralarm gibt. Entsprechend gelassen reagierten die Besucher gestern, als aus den Lautsprechern im Einkaufszentrum die Stimmer klang, die sie aufforderte, das Gebäude zu räumen. Wegen eines technischen Defekts, so die Begründung, sei der Alarm ausgelöst worden. Ganz so war es diesmal nicht. Die Rauchmelder hatten angeschlagen, weil es tatsächlich brannte. Im ersten Geschoss, im Foodbereich, in dem viel mit heißem Fett hantiert wird. Und während die Besucher - diszipliniert, wie es anschließend von der Einsatzleitung hieß - ins Freie strebten, rückten Feuerwehr und Polizei bereits an. Polizeibeamte sperrten die Eingänge ab, die Wehrleute trafen alle Vorbereitungen für einen Einsatz, verlegten Schläuche, streiften Atemschutzgerät über. Benötigt haben sie es nicht. Der Grund für das Auslösen der Alarmanlage war schnell gefunden. Hinter der Wand eines Imbisses, an der Fritteusen stehen, war ein Schwelbrand entstanden. Der war zügig gelöscht. Auch die Brandschutzexperten der Polizei hatten die Ursache schnell ermittelt. Kein unbedachter Umgang mit heißem Fett, keine fahrlässige Brandstiftung - "ein klassischer Unglücksfall", wie die Pressestelle der Kreispolizei erklärte. Die von den Fritteusen verursachte Hitze habe offenbar über die vergangenen Monate - Konvektion, lautet der Fachbegriff - dazu geführt, dass in der mit Fliesen versehenen Trockenbauwand der Brand entstehen konnte. Für die Polizei sind die Ermittlungen damit abgeschlossen.

(jöw)
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