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Dinslaken-Lohberg
Brandanschlag auf türkischen Verein: Kaum neue Erkenntnisse

Dinslaken-Lohberg: Brandanschlag auf türkischen Verein: Kaum neue Erkenntnisse
Die zersplitterte Scheibe der Eingangstür des UETD-Büros. FOTO: MB
Dinslaken-Lohberg. Bislang gibt es keine neuen Erkenntnisse im Fall des möglichen Brandanschlags, der Dienstagmorgen auf die Räume der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) an der Hauerstraße in Lohberg verübt wurde. Die UETD gilt in Deutschland als die Interessenvertretung des türkischen Staatspräsidenten Erdogan und seiner Partei AKP.

Die Polizei ist dabei, in der Umgebung des Tatortes die Türen abzuklappern, um bei den Bewohnern zu erfragen, ob sie etwas gesehen haben. Auch wird es einen Zeugenaufruf geben, wie gestern von einem Sprecher der Duisburger Polizei, die federführend die Ermittlungen übernommen hat, auf Anfrage zu erfahren war. In die Ermittlungen hat sich der Staatsschutz eingeschaltet, da politische Hintergründe für die Tat vermutet werden. Für einen Brandanschlag auf die Räume der Erdogan-Unterstützer spricht, dass die Täter nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen ein Loch in die Tür des UETD-Büros geschlagen und einen stark rauchenden Gegenstand ins Innere geworfen haben, der den Brand ausgelöst hat. Die Staatsschützer hatten bis gestern keinen Kontakt zur Dinslakener Verwaltung aufgenommen, erklärte Rathaussprecher Horst Dickhäuser. "Wir würden uns wünschen, informiert zu werden, denn wir sind schon an vertiefenden Kenntnissen interessiert", so Dickhäuser weiter.

Der Jugendverein der Dinslakener UETD hat inzwischen auf seiner Facebookseite Fotos veröffentlicht, auf denen die Räume nach dem Feuer zu sehen sind. Außerdem findet sich dort ein Video, das das Interview eines UETD-Vertreters mit einem Reporter einer türkischsprachigen Zeitung zeigt. Der Mann spricht von dem Schock, den der Brand ausgelöst hat und davon, dass sich seine Organisation nicht einschüchtern lassen wird. Er berichtet davon, dass ein Nachbar ausgesagt habe, dass nach der Tat drei maskierte Personen Richtung Marktplatz gerannt seien.

(hsd)
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