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Dinslaken
Braucht Dinslaken tatsächlich zusätzliche Wohnungen?

Dinslaken. Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz ist da sicher und verteidigt seine Berechnungen.

Als Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz der Dinslakener Politik die Überlegungen zum Bau von Flüchtlingswohnungen in den Außenbezirken vorgestellt hat, hat er dem einige Erläuterungen zur allgemeinen Wohnungsmarktentwicklung vorangestellt und erklärt, dass die Dinslakener Bevölkerung bis 2030 wachsen werde - wenn auch nur leicht. Er hat sich dabei auf Zahlen berufen, mit denen der Regionalverband Ruhr (RVR) in seiner zurzeit laufenden Regionalplanung operiert und damit begründet, dass Dinslaken Wohnungen bauen muss.

Diese Zahlen zweifelt Leser Carsten Wegner an. Er weist auf die Gemeindemodellrechnung des Statistischen Landesamtes von 2014 hin, die einen Rückgang der Bevölkerungszahlen ausweist - von 67.190 in 2014 auf 66.409 in 2030. Die Stadtverwaltung wolle also mit Geldern der Steuerzahler neue Wohnungen in einer schrumpfenden Stadt bauen. Palotz verteidigte gegenüber der Rheinischen Post seine Zahlen und die daraus gezogene Schlüsse. Die Zahlen der Modellrechnung des Landesamtes seien keine "grundsätzlich gegenläufige Aussage" zu denen des LVR, die auf den Daten des Mikrozensus 2011 beruhten.

Die Abweichung hätten auch nur geringen Einfluss auf die Berechnung des Gesamtbedarfs an den in Dinslaken benötigten Wohneinheiten. Der RVR berechne einen "qualitativen Bedarf" zuzüglich eines "zusätzlichen Bedarfs".

Letzterer berücksichtige die demografischen Veränderungen und die daraus resultierenden Erfordernisse an die Wohnungsmarktstruktur. Für die Ermittlung des Wohnraumbedarfs sei die Entwicklung der Zahl der Haushalte eher ausschlaggebend als die reine Bevölkerungsentwicklung.

Darüber hinaus müsse berücksichtigt werden, dass die zuziehenden Flüchtlinge den Bedarf an Wohnraum weiter wachsen lassen werden.

(jöw)
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