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Voerde
Brückensperrung verärgert Anwohner

Voerde: Brückensperrung verärgert Anwohner
Die Kreuzung B8 Ecke Poststraße in Friedrichsfeld, die Kanalbrücke ist in Fahrtrichtung Wesel gesperrt und dies ist nicht die ausgeschilderte Umleitung. FOTO: G. Hermann
Voerde. Die Kanalbrücke an der B 8 in Friedrichsfeld ist einseitig gesperrt. Viele Autofahrer suchen sich Schleichwege. Von Petra Keßler

Die mit den Arbeiten auf der Kanalbrücke an der B 8 verbundene einseitige Sperrung des Bauwerks in Fahrtrichtung Wesel wird für Anwohner in Friedrichsfeld zu einem Ärgernis. So hat die Wählergemeinschaft (WGV) von Bürgern gespiegelt bekommen, dass die wenigsten Autofahrer die einige Kilometer vor dem Voerder Stadtteil auf der Bundesstraße ausgewiesene Umleitung an der Ampelkreuzung Hammweg nutzen, wie Fraktionschef Christian Garden erklärt. Stattdessen werde auf der B 8 weiter bis kurz vor die Kanalbrücke gefahren, um dann links auf die Poststraße abzubiegen und am Bahnhof vorbei schließlich rechts auf die Frankfurter Straße zu fahren, wo sich der Kanal über die dortige Brücke queren lässt. Im weiteren Verlauf der Frankfurter Straße stoße der Verkehr dann unweit des Lippeschlösschens auf Weseler Gebiet wieder auf die B 8, führt Garden weiter aus. Seiner Überzeugung nach weist das Navigations-System im Auto diesen Weg. Der sei kürzer.

Das Ansinnen, den wegen der Brückenbaustelle umzuleitenden Verkehr "nicht durch die Siedlungsbereiche" zu lenken, hält Garden für "gescheitert". Er fordert die Stadtverwaltung auf, "die Verkehrsbelastung 'raus zu nehmen", indem für die Poststraße in der Zeit der Sperrung eine Anliegerregelung getroffen und diese auch entsprechend kontrolliert wird.

Beim Bauträger, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW (kurz: Straßen.NRW), hat man Klagen über mehr Verkehr in Folge der Brückensperrung gehört, wie Gregor Hürter, Sprecher der Regionalniederlassung Niederrhein, gestern erklärte. So habe sich ein Anwohner bei Straßen.NRW gemeldet und beschwert. Von "einer Problemanzeige" im Voerder Rathaus berichtete Simone Kaspar, die zuständige Dezernentin der Stadt. Straßen.NRW sah sich veranlasst, die Beschilderung an der Poststraße/Ecke B 8 zu ändern: Das unten vor der Brücke aufgestellte Sackgassenschild war mit einem Hinweis, wo es in die Poststraße geht, versehen worden. "Der sollte inzwischen entfernt sein", sagte Hürter.

Die Stadt ihrerseits sieht, so Simone Kaspar, zurzeit keinen "Handlungsdruck", verkehrslenkend einzugreifen - etwa indem sie, wie von der WGV gefordert, eine Anliegerregelung in der Zeit der Brückenarbeiten und der damit verbundenen einseitigen Sperrung vornimmt. Die Poststraße sei für Lkw (außer Anliegerverkehr) ohnehin gesperrt; zudem gebe es auf der Straße "keine Auffälligkeiten", begründet die Dezernentin. Nach Kenntnisstand der Stadt werde die auf der B 8 an der Kreuzung Hammweg ausgeschilderte und weiter über die Hans-Richter-Straße führende Umleitung von vielen genutzt. Die, die über die Poststraße führen, seien meistens "Ortskundige", erklärt Kaspar. Die Dezernentin versichert gleichwohl, dass der Ordnungsdienst sich die Situation anschauen und auch in den kommenden Wochen an Ort und Stelle sein werde. Anfang Juli hat Straßen.NRW mit den Arbeiten an der B-8-Kanalbrücke in Friedrichsfeld begonnen, in deren Zuge der Korrosionsschutz an dem Bauwerk erneuert wird. Der Verkehr kann den Kanal dort nur noch aus Richtung Wesel in Richtung Dinslaken queren, für den umgekehrten Weg ist eine Umleitung eingerichtet (s. Kasten). Bis zum 30. September sollen die Arbeiten voraussichtlich beendet sein. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Die Baumaßnahme befindet sich in "leichtem Verzug", wie Gregor Hürter erklärte. Ganz genau quantifizieren konnte der Sprecher von Straßen.NRW, Regionalniederlassung Niederrhein, die Verzögerung gestern nicht. Man gehe im Moment von einigen Tagen aus.

Quelle: RP
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