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Voerde
Budenzauber mit Soli-Sticker

Voerde: Budenzauber mit Soli-Sticker
Die an der Allee aufgebauten Holzhütten hatten regen Zulauf. FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Auf dem Voerder Weihnachtsmarkt wurden erstmals Aufkleber zur Kostendeckung der Veranstaltung verkauft. Von Corinna Meinold

Die beleuchteten Bäume tauchen die Allee in ein stimmungsvolles Licht. Für ein farbliches Highlight in einem warmen Orange sorgt beim achten Weihnachtsmarkt am Wasserschloss einer der Bäume vor der Zufahrt zum Haus Voerde. Das illustre Gebäude selbst dagegen zeigt sich, anders als sonst während des beliebten Budenzaubers, in seiner weißen Alltagsbeleuchtung. Von der Bühne im Park erklingt Weihnachtsmusik, auf der Allee flanieren derweil zahlreiche Besucher an den Ständen vorbei.

Mit Blick auf die Besucherzahlen zieht Dirk Wennmann, der den Weihnachtsmarkt zusammen mit Dirk Elfgen in diesem Jahr zum zweiten Mal veranstaltete, am Samstagnachmittag ein positives Zwischenfazit. Er erwartet ähnliche Zahlen wie in den Vorjahren. Auch der Donnerstag, dieses Jahr erstmalig der Starttag für den Weihnachtsmarkt, sei gut besucht gewesen. Nur über die Rückmeldung der Vereine, für die der Tag ebenso wie für Firmen eine Plattform zur Präsentation sein sollte, zeigte Wennmann sich enttäuscht. Erfreut war er jedoch über den reibungslosen Ablauf, alle Helfer machten einen tollen Job, die Veranstalter seien dafür ebenso dankbar wie den Sponsoren, ohne die "so ein Markt nicht möglich" wäre.

Zur Finanzierung gab es dieses Jahr erstmalig den "Soli-Sticker": ein kleiner Klebebaum gegen eine Spende von einem Euro, um möglichst die Kosten für den Weihnachtsmarkt zu decken. Dafür haben die Veranstalter auf ein Eintrittsgeld verzichtet.

Die Rückmeldungen zur Aktion seien positiv, so Wennmann: "Ich habe Leute gesehen, die haben schon sieben Bäume auf der Jacke." Etwa 500 bis 600 Sticker seien schon weg, 3000 von den 4000 Stück müssten es sein, damit am Ende die schwarze Null steht. Ganz schlecht werde es nicht aussehen, ist sich Wennmann sicher, aber Genaues wissen die Veranstalter erst, wenn sie heute die Dosen öffnen und zählen.

Auch bei den Besuchern stößt die Idee des "Soli-Stickers" auf positive Resonanz. "Diejenigen, die es gelesen haben, kommen gezielt, um einen Button zu kaufen", hat Tamara Schnell, Helferin am Info-Stand, beobachtet, viele würden freiwillig auch mehr als einen Euro geben. Die Aktion werde gut aufgenommen. Allerdings hatten noch nicht alle Besucher schon vom "Soli-Sticker" gehört. Sandra David etwa hat am Glühweinstand zwar kurz das Schild gesehen, mehr aber auch nicht. Die Idee findet sie super, sie "müsste aber mehr publik gemacht werden". Kurze Zeit später macht Veranstalter Dirk Elfgen auf der Bühne mit einer Durchsage auf die Aktion aufmerksam.

Einen "Soli-Sticker" möchte sich Sandra David aber auch noch holen, denn der Weihnachtsmarkt am Schloss ist für sie "einer der schönsten in der Gegend". Dafür wäre sie auch bereit, ein kleines Eintrittsgeld von drei Euro zu bezahlen, wenn Kinder den Weihnachtsmarkt kostenlos besuchen könnten.

Ähnlich sehen das auch Mireille Bergendahl und Wilcow Klomps. Die beiden würden zwar ebenfalls maximal drei Euro Eintritt zahlen - mehr würde für Familien schwierig werden - die freiwillige Spende mit dem "Soli-Sticker" ist für sie aber "eine tolle Sache", die sie auch noch unterstützen wollen, denn sie kommen gerne zum Markt am Voerder Wasserschloss, der für sie noch "typischen Weihnachtsmarktcharakter" hat.

Quelle: RP
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