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Dinslaken
Bürger dürfen bei der Planung von Rad- und Fußwegen mitreden

Dinslaken. Informationsabend im Theodor-Heuss-Gymnasium: Besucher übten auch Kritik an der Verwaltung. Nächster Workshop findet am 17. September statt. Von Florian Langhoff

In die Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums hatte die Stadt zum Bürgerdialog eingeladen. Mit den Einwohnern gemeinsam sollte das Konzept der Stadt für Fahrrad- und Fußgängerwege besprochen werden. "Ich freue mich, dass sie so zahlreich erschienen sind", begrüßte Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz die rund 20 Bürger zum Austausch mit den Verantwortlichen.

Die Gäste bekamen zunächst einen kleinen Einblick in die Gedanken der Planer. "Nahezu 50 Prozent aller Autofahrten in Deutschland finden in einem Radius von fünf Kilometern statt. Das ist ein Bereich, den man auch durch andere Verkehrsarten erschließen könnte", erklärte Verkehrsplaner Roland Welger vom Fachdienst Stadtentwicklung die Hauptidee hinter dem Konzept für die Fußgänger- und Radwege. Mit diesem Radius kommt man in Dinslaken fast überall hin.

Das Planungsbüro Planersocietät Dortmund präsentierte erste Eindrücke aus der Analyse des Stadtgebiets im Bezug auf diese Verkehrsarten. Deren Förderung ist auch notwendig, liegt der Kohlendioxid-Ausstoß im Verkehr pro Dinslakener mit 3,1 Tonnen im Jahr deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 2,4 Tonnen.

"Es gibt schon viele attraktive Bereiche für Fußgänger in der Innenstadt", erklärte Verkehrsplaner Jan Diesfeld. Hier sei aber noch einiges an Potenzial vorhanden. Ebenso sahen die Planer auch bei den Radwegen Verbesserungsmöglichkeiten. Nach der kurzen Präsentation durften die Bürger dann in drei Arbeitsgruppen selbst ihre Anmerkungen zu Fußwegen, Radwegen und der Kommunikation des Projektes loswerden. Wobei bei den Radfahrern noch eine kleine Einführung darüber nötig war, wo diese nun auf der Straße fahren dürfen und wo sie Radwege nutzen müssen. Schnell kamen hier von den Bürgern Hinweise auf Problematiken und Problemstellen zusammen, um die man sich im Rahmen des Konzeptes kümmern sollte. Teilweise wurde auch Kritik an der Verwaltung geübt, besonders wegen einer eher langsamen Bearbeitung von Anmerkungen zu Problemstellen.

Als nächster Termin zur Wegeplanung stehen Spaziergang und Radtour mit Bürgern und ein anschließender Workshop am 17. September von 10 bis 14.30 Uhr an. Interessierte Bürger können sich bei Roland Welger (roland.welger@dinslaken.de, Telefon 02064 66316) anmelden.

Quelle: RP
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