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Dinslaken
Bürger müssen Gehweg vor ihrem Haus von Laub befreien

Dinslaken: Bürger müssen Gehweg vor ihrem Haus von Laub befreien
Gisela Weber kehrt das Laub vor ihrem Grundstück an der Grabenstraße in Dinslaken auf. FOTO: Markus Joosten
Dinslaken. In den Kommunen bestehen verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung von herabgefallenen Blättern.

. Der Oktober neigt sich dem Ende zu und noch hängt viel Laub an den Bäumen - doch immer mehr bunte Blätter rieseln auf Gehwege und Grundstückseinfahrten. Sie können besonders bei Nässe zu bösen Ausrutschern führen. Daher sind Anlieger verpflichtet, ähnlich wie bei Schneefall vor ihrer Tür auf den Gehwegen zu kehren - selbst wenn es sich um das Laub städtischer Bäume handelt. Auf keinen Fall, darauf weist die städtische Pressestelle in Dinslaken hin, sollten die Anwohner die Blätter in den Rinnstein fegen.

Denn dadurch könnte die Kanalisation verstopfen und beim nächsten Starkregen drohen vollgelaufene Keller, so Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Am liebsten sieht es die Stadt, wenn die Dinslakener die Blätter selbst entsorgen - sie zum Beispiel zur kommunalen Annahmestelle für Garten- und Grünabfälle hinter dem Waldfriedhof in Oberlohberg bringen. Dort kann das Laub mittwochs und samstags zwischen 8 und 16 Uhr kostenfrei abgegeben werden, so Dickhäuser. Allerdings gelte diese Regelung nur für die Blätter von Straßenbäumen, nicht für Grünschnitt aus dem eigenen Garten, der nach wie vor mit drei Euro für eine durchschnittliche Kofferraumladung berechnet wird. Auch die Laubsaugwagen des DIN-Service sind unterwegs, um die Blätter der städtischen Bäume auf den Straßen zu beseitigen. Das passiere nach einem Straßenreinigungsplan, bei Bedarf aber auch häufiger, so Dickhäuser.

In der Gemeinde Hünxe sind zwei Kehrmaschinen und weiteres Großgerät vom Baubetriebshof im Einsatz, um vor allem Straßen mit Alleecharakter vom Laub zu befreien. Davon gebe es nämlich einige im Gemeindegebiet, wie Klaus Lehmann von der Gemeindeverwaltung erklärt. "Außerdem bauen wir gerade einen Laubsauger mit Gebläse für das Sammeln in unseren Containern zusammen." Der könne überall, auch an unwegsameren Stellen eingesetzt werden, so Lehmann. Auf Gehwegen und Zufahrten vor dem Haus müssen sich auch die Hünxer selbst um die Befreiung von Laub kümmern. Da es in Hünxe keine Laubannahmestelle oder Kompostiermöglichkeit gibt, erfolgt die Entsorgung über die Abholtermine im normalen Abfallkalender.

Auch Mitarbeiter des Kommunalbetriebes Voerde (KBV) sind zur Laubbeseitigung unterwegs. Als erstes würden die Ehrenmale und Soldatenfriedhöfe angesteuert, erklärt der 1. KBV-Betriebsleiter Wilfried Limke mit Verweis auf die anstehenden stillen Feiertage. Generell hätten Straßen mit viel Baumbestand sowie Schulwege und -höfe wegen der Verkehrssicherungspflicht Priorität. Anlieger sind in der Pflicht, die Bürgersteige vor ihren Häusern von Laub zu befreien - auch dann, wenn es sich um Blätter von öffentlichen Bäumen handelt, erklärt Limke. Entsorgen können sie das Laub über die Biotonne, den eigenen Komposthaufen oder dafür von der Stadt für drei Euro das Stück zur Verfügung gestellte Säcke für das Laub. Diese können zum nächsten Abfuhrturnus der Biotonne mit an die Straße gestellt werden, die Entsorgung erfolge ohne weitere Kosten, so Limke. Die Säcke seien im Bürgerbüro im Rathaus und in Friedrichsfeld am Marktplatz bei Edeka erhältlich. Ansonsten besteht die Möglichkeit, das Laub zur Grünschnitt-Annahmestelle an der Bühlstraße zu bringen. Der Preis liegt zwischen 7,50 Euro (Kofferraumladung) und 45 Euro (Anhänger).

(rme/P.N./P.K.)
 
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