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Dinslaken
Bundesverdienstkreuz für Heinz Brandt

Dinslaken: Bundesverdienstkreuz für Heinz Brandt
Festakt für Heinz Brandt auf dem Fest zum zehnjährigen Bestehen des Forum Lohberg. Der Knappenverein zeichnete das Forum damals aus. FOTO: Lars Fröhlich
Dinslaken. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann hat den langjährigen Vorsitzenden des Forums Lohberg gestern in Düsseldorf mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Von Birgit Gargitter

Mit seinem ganzen Herzen ist Heinz Brandt seinem Stadtteil Lohberg verbunden. "Es tat und tut mir immer weh, wenn schlecht über Lohberg gesprochen wird", gesteht der gebürtige Lohberger. Seine Liebe und sein großes Engagement für den Stadtteil brachten ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande ein, das ihm gestern die Vize-Landeschefin, Ministerin Sylvia Löhrmann, überreichte. "Viele Menschen leisten Sozialarbeit, engagieren sich für das Gemeinwesen - da müssten viele Menschen das Bundesverdienstkreuz bekommen, sie hätten alle eine Auszeichnung verdient", wehrt Heinz Brandt den Rummel um seine Person ab. Dennoch, ein wenig stolz ist er schon, verriet seine Frau Christel, die Familie zumindest sei sehr stolz auf den Ehemann, Vater und Schwiegervater.

Heinz Brandt ist in der Gartenstadt geboren und hat fast sein ganzes Leben dort verbracht. "Ich bin ein Kind dieses Stadtteils und werde immer dort verankert bleiben", verspricht der rüstige Rentner. Dabei sei er als junger Mensch durch ganz Europa getourt, war vor allem oft bei Verwandten in den Niederlanden und hat dort deren Offenheit für andere Kulturen schätzen gelernt. Schon immer hat sich der gelernte Elektriker in der ehrenamtlichen Jugendarbeit engagiert, und nach der Bundeswehr stand für den damals jungen Mann fest: "Zurück zum Bergbau gehe ich nicht." Über den zweiten Bildungsweg gelang ihm mit Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde seine Ausbildung zum Heimleiter und schließlich zum Diplom-Sozialpädagogen. Und wo hat er gearbeitet - natürlich im evangelischen Jugendheim in "seinem" Lohberg. "Ein fantastischer Beruf", erzählt Heinz Brandt mit leuchtenden Augen, "hier konnte ich wirklich gemeinwesenorientierte Arbeit leisten, kam mit wechselnden Kulturen, bedingt durchs Bergwerk Lohberg, in Kontakt. Sie alle kamen ja ins Lohberger Jugendheim, denn ihre Eltern wohnten hier." Generationen von Jugendlichen hat Heinz Brandt begleitet, sie teilweise als Erwachsene wiedergetroffen und sich mit einigen von ihnen gemeinsam für den Stadtteil engagiert.

"Ohne Heinz Brandt würde es das Ledigenheim so nicht geben", sagt CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss. Heinz Brandt wiegelt ab. "Die Idee ist nach einer Bürgerversammlung entstanden. Ich erzählte damals Dieter Oelschlägel und Harro Düx vom Ledigenheim meiner Kindheit und träumte mit ihnen davon, dieses ehemalige Heim für ledige Bergarbeiter wieder zu altem Ruhm und Glanz zu verhelfen." Es ist gelungen, heute ist das Ledigenheim wieder gastronomisches, kulturelles und gewerbliches Zentrum.

Quelle: RP
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