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Musik-Comedy
Butterfahrt mit Waldorf-Sound

Dinslaken. Butterfahrt 5 kollidiert am 22. Januar mit Helmut Sanftenschneider und der Waldorf Jazzconnection.

Neben dem Ruhrpott-Komiker Helmut Sanftenschneider erwarten Butterfahrt 5 am 22. Januar im Ledigenheim Lohberg noch einen zweiten Gast, der es in sich hat: Mit der Waldorf Jazzconnection wagt sich erstmals eine BigBand auf Kollisionskurs. Um die 25 Musiker, die meisten davon Schüler der Waldorfschule Dinslaken, bestückt mit Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette und anderem Zubehör werden ihren ganz eigenen, ziemlich fetten Sound mitbringen. Mit im Paket: Vier großartige junge Sängerinnen mit Herzblut und Soul in der Stimme.

Ins Ledigenheim bringt die Jazzconnection ein Füllhorn an lebendigen Titeln aus Soul, Funk und Rock mit. "I feel good" von James Brown etwa oder das aktuelle "Dance with me tonight" von Olly Murs gehören zu den Lieblingsnummern der Schüler von Bandleader und Lehrer Ralf Bazzanella, der die Connection seit zehn Jahren zusammenhält. Wie bei Kollisionen mit Butterfahrt 5 üblich wird es zudem gemeinsame Titel geben. Dafür springt Bazzanella sogar über seinen Schatten. Klassiker aus den Fibeln für Rockmusiker kommen bei ihm üblicherweise nicht mal ansatzweise in Betracht. "Das ist was für Brat-Gitarren, die gehören in den Proberaum ohne Erwachsene", kommentiert er Hymnen von AC/DC oder Deep Purple. Mit Butterfahrt probt er jetzt das stadionbewährte "Seven Nation Army" als Balkan-Polka mit aufgeklebtem Schnauzbart ein. "Geht doch!", feixt Butterfahrt-Sänger Philipp Stempel.

Es ist eben auch der Spaß am Ausprobieren und Experimentieren, der die Jazzconnection ausmacht. Dafür sorgen alleine die unterschiedlichen Vorlieben der Musiker im Alter von elf bis zum Rentenalter. Stillstand ist ihnen durch die ständig wechselnden Besetzungen und Schülergenerationen ein Fremdwort. Auch deswegen haben ihre Auftritte in Dinslaken bisher zuverlässig für Furore gesorgt. Bei den DIN-Tagen, während des Kulturhauptstadt-Jahres in der Tiefgarage unter der Bibliothek oder während der Extraschicht.

Ins Ledigenheim zieht es sie nun auch, um Vorurteile zu entkräften. Das schlimmste Klischee über Jazz? "Dass er klingt wie Katzengejammer", sagt der 18-jährige Filip. Und über Waldorf? "Das Namentanzen", ergänzt Pia, ebenfalls 18 Jahre alt. Mit Komikern wie Butterfahrt 5 oder Helmut Sanftenschneider hat bisher noch keiner von ihnen näher zu tun gehabt. Die Vorzeichen aber sind verheißungsvoll: Schon bei der ersten Kontaktaufnahme bewiesen die Waldorfschüler die Fähigkeit zur Selbstironie und tanzten vor der Kamera die Jazz-Kollision als Namen. Das humorvolle Video auf der Facebookseite von Butterfahrt 5 gibt einen Vorgeschmack auf den Witz, der die Zuschauer am 22. Januar im Ledigenheim erwartet.

Quelle: RP
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