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Voerde
Café für Trauernde öffnet in Voerde

Voerde. Die Pfarrei Sankt Peter und Paul hat ein offenes Angebot für Menschen, die Tod, Trennung oder Verluste erlitten haben.

Vor bald zwei Jahren begann es mit einer allerersten Überlegung im kleinsten Kreise: Was können wir hier in Voerde für Menschen tun, die mit einem Verlust, mit Tod oder Trennung umgehen müssen? Welche Angebote finden nach der Beerdigung Menschen, die eine Angehörige, einen Freund, eine Bekannte oder andere durch den Tod verloren haben? So wurde in der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Peter und Paul die Idee geboren, auch in Voerde ein Trauer-Café zu öffnen: ein regelmäßiges offenes Angebot für Menschen, die Tod, Trennung oder Verluste erlitten haben und einen Ort für ihre Trauer benötigen.

Schnell war klar, die Idee braucht Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Menschen, die Lust haben, ein solches Trauer-Café zu öffnen und offen zu halten. Menschen, die sich vorstellen können, für trauernde Menschen da zu sein. Und so lud die Pfarrgemeinde Sankt Peter und Paul im Rahmen von drei offenen Abendveranstaltungen alle Interessierten und Betroffenen zum Austausch über das Thema Tod und Sterben ein. Zahlreiche Frauen und Männer aus allen Gemeinden nahmen daran teil, man war über die rege und lebendige Atmosphäre geradezu erstaunt und zugleich sehr erfreut. Am dritten und letzten Abend drängte sich dann die Frage geradezu auf, wer mag weiter an diesem Thema arbeiten und wer könnte sich vorstellen, an der Idee Trauer-Café mitzuarbeiten?

In einem nächsten Schritt wurden im Herbst 2015 interessierte Frauen und Männer, die sich vorstellen können, in einem zukünftigen Trauer-Café mitzuwirken, angesprochen und zu drei Schulungswochenenden eingeladen. Unter der Leitung der Trauerbegleiter Johanna Dicks und Heiko Jung beschäftigten sich die Kursteilnehmer unter anderem mit Fragen des miteinander Redens und vor allem des Zuhörens. Sie lernten Trauerphasen, Trauersituationen und spezielle Arten von Trauer kennen, sorgten für sich selbst und setzten sich nicht zuletzt mit dem eigenen Zugang zu Tod und Trauer auseinander.

Als Pfarrer Heinz-Josef Möller am letzten Nachmittag des Seminars die Frage stellte, wer sich denn nun nach den drei Wochenenden vorstellen könne, auch ganz konkret die Idee Trauer-Café für und in Voerde weiter zu denken und umzusetzen, da war die Antwort eindeutig und klar: Hier saß das Team des neues Trauer-Cafés zusammen und wollte nur noch eines, jetzt bald die Türen öffnen und das Trauer-Café Wirklichkeit werden lassen. Das wird nun nach intensiven Wochen der Planung und Vorbereitung auch Wirklichkeit: Ab dem 6. März wird das neue Trauer-Café im Barbara-Haus, Leitkamp 11 in Möllen, an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr seine Pforten öffnen. Eingeladen sind alle Menschen, unabhängig von Konfession oder Religion, die in Trauer sind. Sei es aufgrund des Todes eines lieben Menschen, sei es aufgrund von Trennung oder anderen Schicksalsschlägen.

Trauer braucht einen Ort - die Pfarrei Sankt Peter und Paul will diesen Ort anbieten.

Quelle: RP
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