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Dinslaken
Caritas verabschiedet Bruno Braems

Dinslaken. Der Verwaltungsleiter des Verbandes geht mit 63 Jahren in den Ruhestand und hinterlässt ein geordnetes Haus. Von Heinz Schild

Bruno Braems ist der Mann im Hintergrund, ruhig und gelassen. Der Verwaltungsleiter des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel hat es stets auch als seine Aufgabe angesehen, seinem Chef, Caritasdirektor Michael van Meerbeck, den Rücken freizuhalten, damit dieser sich um spezielle Angelegenheiten kümmern kann. Heute wird Bruno Braems bei der Caritas feierlich verabschiedet, danach beginnt für den 63-Jährigen ein neuer Lebensabschnitt als Ruheständler.

"Etwas Abschiedsschmerz ist schon da", sagt Braems, schließlich liebt er seine Tätigkeit bei der Caritas und hat gern dort gearbeitet. Für die Zukunft hat er sich einiges vorgenommen und Pläne geschmiedet: Er will verreisen, wieder anfangen Aquarelle zu malen, fotografieren und freut sich auf die bevorstehende Geburt seines Enkelkindes, das sich für August angekündigt hat. "Es soll ein Mädchen werden, der Projektname ist Fee", verrät der angehende Opa stolz.

Bruno Braems hinterlässt beruflich ein geordnetes Haus. Sein Nachfolger ist Martin Ebbing, sein bisheriger Stellvertreter. Frühzeitig übergab Braems in den vergangenen Wochen bestimmte Aufgaben und begleitete die Tätigkeiten nur noch, um den Übergang fließend zu gestalten, was ihm gelungen ist.

Der aus Bislich stammende und heute in Mehrhoog wohnende Braems hat nicht immer für den Caritasverband gearbeitet. Er wechselte im Jahre 1998 im Alter von 45 Jahren als Angestellter dorthin, nachdem er zuvor als Sparkassenkaufmann bei der Sparkasse Wesel tätig war. Damals reizte ihn die Herausforderung, etwas gänzlich Neues zu machen. Als engagierter Katholik konnte er sich auch gut vorstellen, im kirchlichen Bereich zu arbeiten.

Seinen späteren Chef Michael van Meerbeck kannte er damals bereits seit vielen Jahre aus der christlichen Jugendarbeit. Als sich Braems dann die Möglichkeit zum Wechsel bot, überlegte er, ob die neue Arbeitsstelle etwas Dauerhaftes für ihn sein könnte. Er beantwortete diese Frage für sich mit "Ja" und wagte dann den Neubeginn, einen Schritt, den er nicht bereut hat.

Damals war er für die Leistungsabrechnung für die Sozialstation und die Buchhaltung zuständig. Die Caritas entwickelte sich im Laufe der Jahre beständig weiter, übernahm neue Aufgabenfelder. Braems, der auch Abwesenheitsvertreter des Caritasdirektors ist, hatte an dieser Entwicklung entscheidenden Anteil, entsprechend nahm sein Aufgabenbereich zu. Im Zuge der Verschmelzung der Caritasverbände für die Dekanate Dinslaken und Wesel wurde er Verwaltungsleiter und sorgte mit dafür, dass beide Verbände zu einer Einheit zusammenwachsen konnten. Sein Schwerpunkt lag weiterhin im internen Bereich, er kümmerte sich darum, dass die Dinge verwaltungstechnisch liefen, die Finanzen stimmten und damit die Möglichkeit gebgeben war, neue Aufgabenfelder anzugehen und zu integrieren.

Dass dies gelang, führt er auch auf das Engagement der Beschäftigten des Caritasverbandes zurück. "Man braucht fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn man kann nicht alles selbst leisten - ohne sie geht es nicht", weiß Braems, der sich nun, nach einem erfüllten Arbeitsleben, auf den neuen Lebensabschnitt freut.

Quelle: RP
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