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Voerde
CDU: Aus Geschichte lernen, aus Feinden wurden Freunde

Voerde. In der Diskussion um über den Umgang mit dem Sockel des ehemaligen Ehrenmals für Kaiser Wilhelm, hat sich nun der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Georg Schneider, zu Wort gemeldet. "Bloß nicht so ein Streit, wie damals bei der Hindenburgstraße. Den braucht keiner", schreibt der Christdemokrat in einer Pressemitteilung. Der Heimatverein plant den Sockel, auf dem früher die Büste von Kaiser Wilhelm stand, und dazugehörige Kanonenrohre im Park um das Haus Voerde neu zu postieren.

Im Haupt- und Finanzausschuss, war über das Thema schon diskutiert worden. Die Fraktionsvorsitzenden von Linken und WGV, Joachim Kinder und Christian Garden, sprachen sich gegen eine Aufwertung des Males aus, weil sie die historische Rolle des Kaisers eher kritisch sehen. Dazu Schneider: "Wir sollten aus der Geschichte lernen. Und wenn wir es positiv sehen wollen, dann wird aus dem Ehrenmal ein Mahnmal, das uns lehrt, aus erbitterten Feinden können Freunde werde." Kaiser Wilhelm hatte den Deutsch-Französischen-Krieg von 1870/71 geführt. "Die zwei Nationen haben sich gegenseitig unendliches Leid angetan", so Schneider, "bis Charles de Gaulle und Konrad Adenauer sich die Hände reichten. Heute ist die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland das Fundament auf dem Europa ruht."

Georg Schneider schlägt nun vor, in der Nähe des Postaments eine Tafel anzubringen, auf der diese geschichtlichen Hintergründe erläutert sind. "Überschrift: Aussöhnung ist möglich." Das hält Schneider aus heutiger Sicht für besser als eine Diskussion über die Rolle des Kaisers oder des Reichskanzlers Otto von Bismarck und seine Emser Depesche.

Der Fraktionschef der CDU hält den derzeitigen Standort für "gar nicht so verkehrt". Man müsse den Sockel etwas frei schneiden. Aber auch ein anderer Standort im Schlosspark käme für Schneider infrage.

Quelle: RP
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