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Voerde
CDU verlangt Auskunft über 30.000 Euro "Verlust"

Voerde. In ihrer Stellungnahme, die sie an den Bürgermeister geschickt hat, will die CDU von ihm Fragen zu den Finanzen des Fördervereins Haus Voerde beantwortet haben. In der ersten stellt sie zunächst in den Raum, dass in der Mitgliederversammlung am 30. März über einen "Verlust" des gemeinnützigen Vereins von 30. 000 Euro in den vergangenen Jahren berichtet worden sein soll. Ob dies zutreffe, wodurch der Verlust entstanden und wie dieser ausgeglichen worden sei, will die CDU wissen. Bürgermeister Haarmann erklärt, dass diese Frage an den Verein gerichtet werden müsse, die Stadt sei dafür nicht der richtige Ansprechpartner. Geschäftsführer und Schatzmeister Jürgen Stackebrandt stellt fest, dass es zu keinem Zeitpunkt einen Verlust im Förderverein gegeben habe. Vorsitzender Stefan Schmitz sagt dasselbe, betont: "Ich habe einen schuldenfreien Verein übernommen."

Die Begrifflichkeit "Verlust" bezeichnet Jürgen Stackebrandt als "völlig daneben" wie auch die Formulierung, dass darüber in der Mitgliederversammlung Ende März berichtet worden sein solle. "Seitens des Vorstandes hat darüber keiner referiert", bestätigt Schmitz. Die Aussagen seien "völlig haltlos". Stackebrandt findet es bedauerlich, dass die Besetzung des Beisitzer-Postens zu einem "Politikum geworden ist". Schmitz fragt sich, was die CDU damit bezwecke.

Irritationen um den Förderverein hatte es erst Anfang März gegeben, als der Vorsitzende Hans-Werner Tomalak, wie berichtet, mit sofortiger Wirkung hinschmiss. Über die Gründe wollte Tomalak - ehedem langjähriger Fraktionschef der Voerder CDU - sich im Detail nicht äußern. In seiner Rücktrittserklärung gegenüber den Vorstandskollegen schrieb er, dass er das Amt übernommen habe, um den Verein in allgemeinübliche Strukturen zu überführen, nachdem die Verwaltung die Geschäftsführung, die bislang aus dem Rathaus erledigt wurde, abgegeben und der Verein seine wesentlichen Finanzierungsgrundlagen verloren habe. Seit seiner Wahl sei es ihm aber nicht ansatzweise gelungen, diese selbstgesteckte Aufgabe zu erledigen. Nach seiner Überzeugung werde sich daran in einem überschaubaren Zeitraum nichts ändern. Diese Situation empfinde er als persönliche Belastung, der er sich nicht weiter aussetzen wolle.

(P.K./jöw)
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