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Voerde
CDU Voerde will Kraftwerk unbedingt erhalten

Voerde. In der Debatte um die Zukunft des Kohlekraftwerks Möllen meldet sich nun auch der Voerder CDU-Vorsitzende Bernd Altmeppen zu Wort. "Das Kraftwerk muss unter allen Umständen erhalten werden. Und zwar mit all seinen Blöcken. Für unsere arg gebeutelte Stadt wäre die Aufgabe des Standortes eine Katastrophe." Altmeppen erinnert an 300 Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen, Handwerksbetriebe und Zulieferer, die in der Vergangenheit für die Steag als Betreiber gearbeitet hätten. "Ganz abgesehen von der lokalen Dimension werden wir in Deutschland noch viele Jahre von konventioneller Energie abhängig sein", so der CDU-Vorsitzende. Er bedauert es, "dass politische Kreise, denen durch den nationalen Atomausstieg das Feindbild abhanden gekommen ist, sich nun ziemlich unbedacht auf Kohlestrom kaprizieren". Die erneuerbaren Energien seien noch nicht geeignet, dem Industriestandort Deutschland gerecht zu werden. Wenn die Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet würden, sei man auf Kohlekraftwerke, die verlässliche und regelbare Leistung bringen, dringend angewiesen.

Steag ist Betreiber des Voerder Kraftwerks, an dem RWE mit 25 Prozent beteiligt ist. RWE vermarktet den produzierten Strom zu 100 Prozent. "Ich habe mich mit dem Vorsitzenden der Steag Geschäftsführung, Joachim Rumstadt, in Verbindung gesetzt, der die Perspektive für Möllen als schlechte bezeichnete, sollte sich die RWE mit der Forderung durchsetzen, die Blöcke A und B abzuschalten", berichtet der CDU-Vorsitzende. Dass die RWE dies einfordern könne, habe der Steag-Chef geäußert, gehe auf sehr alte Verträge zurück. Er, Rumstadt, halte das Ansinnen für völlig falsch. "In Möllen steht ein betriebserfahrenes Kraftwerk, das durch Um- und Nachrüstung keineswegs zu den Dinosauriern gehört, profitabel und sicher arbeitet." Die Steag sei vom Voerde überzeugt und habe sogar Pläne für einen Block C in der Schublade. "Wir kämpfen für den Standort", so Rumstadt im Gespräch mit dem CDU-Vorsitzenden. Er hoffe auf ein Einlenken seitens RWE, "sonst gehen am 30. September 2016 in Möllen die Lichter aus". Altmeppen: "Ich würde mir konstruktive Gespräche bei und mit RWE wünschen. Die Politik muss auf allen Ebenen Hebel in Bewegung setzen, damit Voerde A, B und West 1,2 nicht abgeschaltet werden."

Quelle: RP
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