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Dinslaken
CDU weiter gegen Pläne für Flüchtlingswohnungen

Dinslaken. Christdemokraten für eine dezentrale Unterbringung, weil diese zu einer besseren sozialen Durchmischung beiträgt.

Obwohl es sich bei den Planungen für rund 130 Flüchtlingswohnungen auf vier städtischen Grundstücken laut Stadtverwaltung um vorerst reine Gedankenspiele handelt, hat sich die CDU deutlich gegen dieses Vorhaben positioniert. Die Bundesregierung hat durch eine Änderung des Baugesetzbuches dafür gesorgt, dass auch Randlagen der Städte für die Flüchtlingsunterbringung bebaut werden dürfen. In der von der Stadtverwaltung geplanten Form berge das aber die Gefahr, dass, so CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing, "Flüchtlingswohnhochburgen" entstehen, es zu Problemen im Umfeld kommen kann. Die etwa von Bürgern im Averbruch geäußerten Befürchtungen, dass ihre Grundstücke irgendwann weniger wert sein könnten, sei nicht von der Hand zu weisen, so die CDU. "Außerhalb der Flüchtlingsheime müssen die Flüchtlinge bei längerem Verbleib hier in Wohnungen einziehen, wo eine gesunde Mischung mit der einheimischen Bevölkerung gegeben ist. Nur so kann Integration gelingen", so Heinz Wansing.

Um das zu forcieren, sieht die CDU mehrere Möglichkeiten. So begrüßt man die Absicht der Stadtverwaltung, ein innerstädtisches Baulückenkataster zu erstellen, anhand dessen möglicherweise dezentrale Bauprojekte für Flüchtlinge und sozial Schwache realisiert werden könnten. Schließlich fehle es auch an preiswerten Wohnraum für jedermann. Zweitens regt die CDU an, ein "Unterstützungs- oder Förderprogramm" für den Ausbau von Dachgeschossen aufzulegen. Drittens wünscht sich die CDU, dass die Stadtverwaltung aktiver auf Eigentümer zugeht, um diesen die Vermietung leerstehender Immobilien schmackhafter zu machen. Je nach Quelle gibt es in Dinslaken zwischen 400 und 800 freie Wohnungen. Außerdem soll die Bundesregierung aufgefordert werden, die Bebauung von Randbereichen nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für einheimische Bürger zu erlauben. Damit käme man zu einer besseren Durchmischung von Neubauvorhaben in Randlagen. Stadtverbandsvorsitzender Horst Miltenberger habe bereits Kontakt zu den hiesigen Bundestagsabgeordneten aufgenommen, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Auch begrüßt die CDU, dass die Stadtverwaltung für die Randbebauung nicht nur städtische, sondern jetzt auch private Flächen in den Fokus rückt. In der Kombination könnten die Maßnahmen zu einer besseren sozialen Durchmischung in den Stadtteilen führen. Projekte wie die derzeit angedachten seien mit der CDU jedenfalls nicht zu realisieren, unterstreicht Heinz Wansing.

(kub)
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