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Kirchenkonzerte
Chöre singen Puccinis "Messa di Gloria"

Dinslaken. Dinslaken/Voerde (fla) Wenn man den Namen Giacomo Puccini hört, denkt man sofort an großartige Opernwerke. An das "Nessun Dorma" aus "Turandot" , an "Tosca" oder "La Bohème". Als Kirchenmusik-Komponist ist der Italiener weniger ein Begriff, obwohl er mit der "Messa di Gloria" ein großartiges Werk geschaffen hat. "Außerhalb der Opernkompositionen ist das Puccinis umfangreichstes Werk", erklärt Stefan Büscherfeld. Mit einem großen Chor, der mehr als 100 Sängerinnen und Sänger vereint, und einem Symphonieorchester wird er die "Messa di Gloria" in Dinslaken (5. Juni) und Friedrichsfeld (12. Juni) aufführen. "Wir proben seit Februar des vergangenen Jahres", erzählt Bernd Altmeppen, Vorsitzender des Kirchenchors Sankt Paulus Voerde, einer der beteiligten Kirchenchöre. Auch aus Friedrichsfeld und Spellen kommen Sängerinnen und Sänger, dazu aus den evangelischen Chören, vom Chor der apostolischen Kirchengemeinde Voerde, dem Frauenchor "Pro Musica" Voerde.

Die Idee entstand nach dem ökumenischen Kirchentag in Voerde. "Wir wollten unbedingt wieder etwas zusammen machen", erklärt Bernd Altmeppen. Von den katholischen Chören kam dann der Vorschlag, die "Messa di Gloria" aufzuführen. "Das wurde dann sehr schnell ein ökumenisches Projekt und dann auch ein weltliches", sagt Altmeppen. Schon zur ersten gemeinsamen Probe kamen über 120 Sänger. Seitdem arbeiten die Chöre in ihren Proben an dem Stück und zusätzlich finden regelmäßig gemeinsame Proben der Mitwirkenden statt. "Das ist eine große Herausforderung für die Sänger und auch für den musikalischen Leiter", erklärt Bernd Altmeppen.

Ein Aufwand, der sich lohnen soll - vor allem für die Zuhörer. "Die Musik von Puccini ist hochromantisch und hat auch sehr viele Elemente, die an Opern erinnern", erklärt Stefan Büscherfeld. Es ist eben Puccinis Stil zu komponieren, der auch dieses kirchenmusikalische Werk beherrscht. "Und für diese große Komposition braucht man einfach einen großen Chor und ein Orchester", erläutert Büscherfeld weiter. Bei mehr als 100 Sängern, den Solisten Marco Rohde (Tenor) und Peter Lutz (Bariton) sowie einem kompletten Orchester dürfen sich die Zuhörer auf ein fulminantes Klangerlebnis freuen. "Das Stück hat sehr viele Emotionen und Kraft und ist einfach mitreißend", schwärmt Stefan Büscherfeld.

Das erste Konzert findet am Sonntag, 5. Juni, 18 Uhr in der Vincentius-Kirche in Dinslaken statt. Die zweite Aufführung gibt es am 12. Juni um 18 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche in Friedrichsfeld. "Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten. So kann man sich danach auch noch in Ruhe das Deutschland-Spiel bei der Europameisterschaft anschauen", sagt Bernd Altmeppen.

Karten im Vorverkauf für die beiden Konzerte gibt es für 14 Euro bei Buch und Präsent Mila Becker (Friedrichsfeld), Buchhandlung Lesezeit und Schreibwaren Groos (Voerde) und bei der Buchhandlung Korn (Dinslaken).

Quelle: RP
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