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Dinslaken
Chöre und Besucher stimmen auf Weihnachten ein

Dinslaken. Nachdem das Offene Adventssingen im vergangenen Jahr auf viel Zuspruch gestoßen war, konnten sich die evangelische Kirchengemeinde Stadtmitte und die katholische Kirchengemeinde Sankt Vincentius auch in diesem Jahr über großen Zulauf freuen. Das ökumenische Singen stieß auf so viel Nachfrage, dass die Sitzplätze in in der Kirche nicht ausreichten.

Theo Güldenberg vom Organisationsteam freute sich über das rege Interesse und die gemeinsame "Einstimmung auf die Weihnachtszeit". Beim Offenen Singen gehe es nämlich nicht darum, sich von den beteiligten Chören musikalisch verwöhnen zu lassen, sondern die Beteiligung des Publikums sei zwingend erwünscht, also: "Singen Sie kräftig mit. Das, was Ihr Nachbar stimmmäßig schafft, das schaffen Sie schon lange!", ermunterte Güldenberg die Besucher.

Zu den beteiligten Chören zählten in diesem Jahr der Kirchenchor Sankt Vincentius, der Dinslakener Bachchor ferner die evangelische Kantorei Dinslaken und der Madrigalchor Dinslaken. Für die instrumentale Begleitung sorgten der Bläserkreis Dinslaken Stadtmitte und der Organist Paul Beszynski.

Das erste Stück, in dem das Publikum sich gesanglich einbringen konnte, war das Adventslied "Macht hoch die Tür". Im Wechsel sangen mal der vielstimmige Chor, mal der Chor und die Gemeinde - wodurch jeder Strophe innerhalb eines Liedes ein eigener Charakter zugesprochen wurde. Der Bläserkreis ging indes etwas in der Stimmgewalt unter, konnte aber mit einem Solostück einen schönen instrumentalen Einschub geben. Weitere Stücke, die, so schien es, bis über den Altmarkt hinaus zu hören waren, waren etwa das bekannte "Tochter Zion" oder "Komm, du Heiland aller Welt" nach einer altkirchlichen Melodie von Martin Luther. Eine besondere Rolle spielten beim Adventssingen einige Kinder der Hagenschule. Sie hatten für den Abend weihnachtliche Gedichte, die sie im Wechsel vortrugen, und einige musikalische Stücke für das Publikum vorbereitet. Damit erheiterten sie die Gäste, boten aber auch Nachdenkliches über Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung zum Weihnachtsfest.

Ehe die Besucher in die besinnlichen Tage verabschiedet wurden - durfte der Weihnachtsklassiker "O du fröhliche" nicht fehlen. "Sie haben durch ihr Singen unter Beweis gestellt, dass sie Kirchenmusik lieben", konstatierte Theo Güldenberg. Ob denn nun der Nachbar ein bisschen lauter gesungen hatte, war letztendlich auch egal, denn Pfarrer Gregor Kauling hob hervor, was in dieser kurzweiligen Stunde Priorität genießen sollte: "Es ist schön, dass wir einen Wimpernschlag vor dem Weihnachtsfest zusammen sind."

(D.K.)
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