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Dinslaken
Dankmar Bangelt de Vondel stellt im Voswinckelshof aus

Dinslaken. Die Bildkompositionen alter Meister hat schon Picasso als Ausgangspunkt für das Abstrakte genommen. Der Anordnung von Figuren im Raum liegen oftmals strenge formale Regeln zugrunde, die dem Betrachter aber oft nicht bewusst werden, da sein Augenmerk auf die dargestellten Personen und das Geschehen gerichtet ist. In seiner zwischen 2009 und 2012 entstandenen Werkreihe "Evokation" legt Dankmar Bangelt de Vondel Bildaufbau und figurale Ausrichtung großer Werke der Kunstgeschichte durch Reduktion, Abstraktion und Fragmentisierung offen. Seit Sonntag können seine Bilder im Museum Voswinckelshof besichtigt werden.

Dankmar Bangelt de Vondel (73) studierte an der Werkkunstschule in Wiesbaden und unter Josef Beuys an der Kunstakademie Düsseldorf. 1969 wurde er in die Pariser Gilde moderner Bildhauer aufgenommen, 2003 als einer von zwei Künstlern in der ständigen Landesvertretung NRW bei der Europäischen Union in Brüssel. Für einen Künstler mit solcher Reputation öffnet Dinslaken gerne sein stadthistorisch ausgerichtetes Museum, um einen künstlerischen Dialog über die Stadtgrenzen hinaus zu ermöglichen. Daran ließen Museumsleiter Dr. Peter Theissen und Bürgermeister Dr. Michael Heidinger bei der Vernissage keine Zweifel. Heidinger hat diesen Sommer ohnehin allen Grund zur Freude, wenn er auf das Kulturleben der Stadt schaut. Noch sichtbar begeistert, schwärmte er in seiner Ansprache von der lebendigen Szene der "Kunst sta(d)tt Leerraum", spannte den Bogen vom Fantastival über die Extraschicht, den Urbanen Künsten Ruhr, dem Sommeratelier des Kulturkreises ab nächster Woche bis zur Ruhrtriennale im August. "Wir haben Dinslaken als Kulturstandort ins Bild gesetzt". Die Ausstellung "Evokation" läuft bis zum 30. August.

(bes)
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