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Dinslaken
Das lange Warten auf Geburtsurkunden

Dinslaken. Urlaub, Krankheit und Mitarbeiterfortbildungen machen sich beim Dinslakener Standesamt bemerkbar. Von Heinz Schild

Das Problem ist nicht neu. Immer mal wieder kommt es in der Dinslakener Stadtverwaltung zu gravierenden Personalengpässen, die dazu führen, dass bestimmte Bereiche nur eingeschränkt geöffnet sind und es Einschränkungen beim Service gibt. Momentan staut sich die Arbeit beim Standesamt der Stadt Dinslaken, Eltern müssen gegenwärtig mehrere Wochen auf die Ausstellung von Geburtsurkunden für ihren Nachwuchs warten. Und das ist für sie mehr als ärgerlich, denn die Geburtsurkunden für ihre neu geborenen Babys benötigen sie beispielsweise, um Kinder- oder Elterngeld zu beantragen, um den Nachwuchs bei der Krankenkasse anzumelden.

Das Dinslakener Standesamt stellt auf Antrag die Geburtsurkunden aus. "In der Regel geschieht diese Ausstellung der Urkunden innerhalb einer Woche nach Vorlage der zur Beantragung notwendigen Unterlagen", so Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Zurzeit dauert das jedoch länger, "so dass die Wartezeit auch drei bis vier Wochen betragen kann". Als Gründe werden "Urlaub, Krankheit, Fortbildung von Mitarbeitern" angeführt. Sturm weist aber auch darauf hin, dass es hinsichtlich der notwendigen Dokumente elternabhängige Unterschiede gibt, beispielsweise die Vaterschaftsanerkennung bei Unverheirateten. "Hier klärt die Stadtverwaltung mit den Eltern gerne den jeweiligen Fall ab und ist auch gerne frühzeitig Ansprechpartner für Eltern beziehungsweise für werdende Eltern", so der Pressesprecher der Stadt. Nach seiner Aussage kann das Problem nicht durch die Abordnung von Personal aus anderen Bereichen gelöst werden, da nicht jeder Verwaltungsmitarbeiter die Aufgabe der Ausstellung von Geburtsurkunden übernehmen kann, denn: "Es müssen spezielle Beurkundungsbeamte dafür eingesetzt werden." Sind die beantragten Urkunden fertig, werden die Eltern darüber telefonisch informiert.

Doch arbeitet die Verwaltung, so Sturm weiter, "mit Hochdruck daran, durch verschiedene interne Maßnahmen die Geschwindigkeit der Dienstleistung demnächst wieder zu erhöhen". Betroffenen Bürgern, die auf eine Geburtsurkunde warten, wird angeboten, dass die Verwaltung sich auf Anfrage mit Kassen und Behörden in Verbindung setzt.

Bereits Ende 2016/Anfang 2017 gab es ähnliche Probleme im Standesamt, damals mussten Eltern sechs Wochen auf Geburtsurkunden warten, es häuften sich die Beschwerden. Der Hauptgrund für die lange Dauer war die hohe Anzahl an Kindern nicht-deutscher Eltern. Bei jedem dieser Kinder muss die Stadt die Namensrechte überprüfen und beurteilen - und das dauerte.

Quelle: RP
 
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