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Dinslaken
Das Problem der viel zu engen Parkplätze

Dinslaken: Das Problem der viel zu engen Parkplätze
Die Parkplätze am Rathaus sind so eng, dass man dort kaum aus dem Wagen kommt. FOTO: Nikolei
Dinslaken. Die CDU möchte, dass die Pkw-Stellflächen am Rathaus vergrößert werden, weil die Autos immer breiter werden. Von Klaus Nikolei

Ob in Parkhäusern oder auf öffentlichen Parkplätzen: In aller Regel sind die Stellflächen für Autos so schmal, dass vor allem ältere Menschen und Fahrer mit Handicap kaumnoch aus ihren Autos kommen. Wer viel in der Stadt beziehungsweise in Städten unterwegs ist, wird das bestätigen können.

Die Weseler CDU-Ratsfraktion hat das Problem jetzt als wichtiges Thema erkannt und in einem Schreiben an die Verwaltung unter anderem den Antrag gestellt, den Parkplatz im Schatten des Rathauses so herrichten zu lassen, dass ein Ein- und Aussteigen künftig bequem möglich sein soll.

"Die Finanznot der Stadt darf hier nicht länger als Alibi für ausbleibende Abhilfe herangezogen werden. Dass auch mit geringem finanziellen Aufwand geeignete Lösungen herbeigeführt werden können, sieht man am Beispiel Bühnenhausparkdeck", heißt es in dem von Fraktionschef Jürgen Linz und Frank Schulten, dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU, unterzeichneten Brief.

Beide haben übrigens beobachtet, wie es vor allem wochentags nach 16 Uhr (ab dann kann auf allen städtischen Stellflächen kostenfrei geparkt werden) auf dem Rathaus-Parkplatz zu "Problemen und Diskussionen zwischen den Nutzern kommt. Hier ist es nämlich inzwischen nahezu unmöglich, seinen Pkw zu verlassen, ohne ein weiteres Auto zu berühren oder im schlimmsten Fall zu beschädigen." Älteren und körperlich beeinträchtigten Personen werde es beinahe unmöglich gemacht, ihr Auto überhaupt zu verlassen, wenn sie sich an die Markierungen halten, sind Linz und Schulten überzeugt.

Im Fachbereich IV der Verwaltung, der für Verkehrsangelegenheiten zuständig ist, hat man gerade damit begonnen, sich mit dem Antrag der Christdemokraten zu befassen. "Wir werden für den nächsten Verkehrsausschuss eine Vorlage erarbeiten und darlegen, was eine Umgestaltung des Parkplatzes am Rathaus kosten würde", erklärt Teamleiter Gerd Füting.

Im Gespräch mit der Rheinischen Post bestätigte er gestern, dass viele Parkplätze, die aus den 70er Jahren stammenden, für die immer breiter und länger werdenden Fahrzeuge viel zu klein sind. "Deshalb achten wir auch bei Neubaumaßnahmen wie jetzt an der Kreuzstraße und im nächsten Jahr an der Brandstraße darauf, dass die Stellflächen den neuen Fahrzeuggrößen angepasst werden."

Wie das von der CDU aufgezeigte Problem am Rathaus gelöst werden könnte, dazu wollte Füting keine Angaben machen: "Die Fachleute vom städtischen Betrieb ASG werden sich um die Sache kümmern." Vielleicht befassen sie sich dann auch noch mit der Frage, wie der Verlust von Parkplätzen ausgeglichen werden könnte.

Denn breitere und längere Stellflächen kosten nun mal Parkplätze. Und die sind in der Innenstadt rar. "Letztlich muss die Politik entscheiden, was gut ist für die Stadt. Wobei wir dem Ausschuss Vorschläge unterbreiten werden", sagt Gerd Füting.

Quelle: RP
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