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Dinslaken
"Das schöne Zimmer" voll schöner Dinge

Dinslaken. Laura Böninger hat an der Dinslakener Neustraße ein Geschäft für Wohnaccessoires und Dekorationsartikel eröffnet. Das ehemalige Ladenlokal von Deichmann-Schuhe verwandelte die 30-Jährige in "La Chambre Belle". Von Heinz Schild

Das neue Geschäft "La Chambre Belle" (zu deutsch: Das schöne Zimmer) hat in diesem Monat an der Neustraße 19 eröffnet. Inhaberin Laura Böninger bietet in dem Ladenlokal, in dem früher Deichmann eine Schuh-Filiale betrieb, Wohnaccessoires und Dekorationsartikel an. "Nettes für Zuhause, das man auch gut verschenken kann", wie die 30-Jährige ihr Angebot umschreibt. Zum Sortiment gehören Porzellan-Artikel ebenso wie Kissenbezüge, Tagesdecken, nette Dinge für Kinder, Sachen für den Wohn- und Essbereich, Kleinmöbel sowie Dekorationsgegenstände rund ums Haus. Die Tische, auf denen die Waren präsentiert werden, sind ebenso zu kaufen wie die Lampen, die an der Decke des Ladens hängen. Das alte Bett, auf dem Kissen und Tagesdecken im Geschäft zur Ansicht ausliegen, ist allerdings unverkäuflich, denn das gehört der Familie.

Das Haus an der Neustraße 19 mit dem Ladenlokal ist Besitz ihrer Familie, wie Laura Böninger berichtete. Nachdem Deichmann seine dortige Filiale aufgebegeben und in die Neutor-Galerie gezogen war, konnte kein Nachmieter für die Räume gefunden werden. "Das Ko-Kriterium für etliche Interessenten waren die Stufen im Geschäft, die wir nicht wegbekommen", berichtete Laura Böninger. Also entschied sie sich, dort selbst einen Laden einzurichten. Die Stufen sind zwar immer noch vorhanden, doch wurde zusätzlich eine Rampe angelegt, damit das Innere der Geschäftsräume auch für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen erreichbar ist. Da Laura Böninger nach eigener Aussage ein "Gespür für Deko" hat, lag es für die Jungunternehmerin auf der Hand, etwas in diesem Bereich zu machen, das ihr zudem noch viel Spaß bereitet.

Nun bietet sie auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern ihre Waren an. "Ich lege Wert auf ein Sortiment, das nicht jeder hat, und achte auf eine qualitativ gute Herstellung", sagt Laura Böninger, die sich um ein ausgefallenes und anspruchsvolles Sortiment bemüht. Die Dinge sollen praktisch und auch dekorativ sein. Die beleuchteten Sterne, die gern in der Advents- und Weihnachtszeit gekauft werden, sind beispielsweise fair trade aus Indien. Stolz ist die 30-Jährige, Produkte für den Außenbereich von Fackeldesign aus der Nachbarstadt Wesel anbieten zu können. Zudem hat sie etliche skandinavische Hersteller im Programm. So bietet sie Poster im DIN A4-Format eines dänischen Künstlers an, und hat Tischwäsche eines Produzenten aus Dänemark im Angebot, die es sonst in Großstädten wie Hamburg oder München zu kaufen gibt.

Die gelernte Industriekauffrau mit abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaftslehre geht in ihrer neuen Tätigkeit auf und ist mit ganzem Herzen bei der Sache. "Ich brauche einen Job mit Kontakt zu anderen Menschen. Eine Bürotätigkeit, bei der man außer den eigenen Kollegen sonst niemanden sieht, das wäre nichts für mich", sagt Laura Böninger. Deshalb plaudert sie auch gern mit ihren Kunden und berät sie. Die junge Geschäftsfrau, die gerne lacht, freut sich besonders, dass sie nach den ersten Wochen, die ihr Geschäft geöffnet ist, bereits einige Kunden hat, die regelmäßig in den Laden kommen, sich umschauen und dort auch fündig werden.

Für die Zukunft stehen etliche Messebesuche im In- und Ausland für die Geschäftsfrau an, damit sie ihren Kunden auch weiterhin viele schöne und ausgefallene Sachen anbieten kann. Aber auch auf Künstlermärkten hat sie schon Dinge entdeckt, die sie in ihr Sortiment aufnahm, oder dort wichtige Kontakte geknüpft.

Quelle: RP
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