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Dinslaken
"Das soll doch wohl nicht die Endausbaustufe sein"

Dinslaken. Die graue Granulatfläche am sanierten Ententeich im Stadtpark stößt bei Bürgern bislang auf wenig Gegenliebe.

"Die Stadt im Grünen" - so wirbt Dinslaken gerne für sich. Der Bereich um den Ententeich im Stadtpark entspricht diesem Image derzeit noch nicht ganz. Im Bereich an der Althoffstraße werden Sommer und Zeit Grün bringen: Hier ist Rasen angelegt, Gräser, einige Zwiebelpflanzen strecken schon jetzt ihre Blätter aus dem Erdreich. Aber der Bereich zwischen Stadthalle und Rathaus ist grau. Wo früher Biergarten, ein Stück Wiese und die Mauer mit der Skulptur der "Streithähne" - beliebtes Hochzeitsfotomotiv - war, liegt nun etwas, das wie Schotter aussieht, im Fachjargon aber "wassergebundene Decke" heißt.

Der aktuelle Zustand stößt nicht bei allen Bürgern auf Gegenliebe: Noch sei es "kahl und steril", kommentiert Anika Buth entsprechende Bilder auf Facebook, "kalt und leer" findet es Nicole Skrzypczak. Britta Bruder vermisst die Mauer samt Statue, Petra Brockhaus die Trauerweide. Für Menschen mit Behinderung sei der Bodenbelag ein Problem, so Rita Lenz: "Mütter und Väter mit Kinderwagen, Rollator-Läufer, Rollifahrer werden ihre helle Freude haben mit dem Split-Boden. Vor dem ganzen Umbau war eine Begehung, da wurde darauf hingewiesen." "Das soll doch wohl nicht die Endausbaustufe sein?", kommentiert Sten Brand via Facebook. "Das ist definitiv nicht die endgültige Ausbaustufe. Es wird dort noch einiges geschehen. Das ist im Bauausschuss der Stadt beschlossen worden", meint SPD-Ratsherr Patrick Binder. Auch seine Parteifreundin Monika Piechula schreibt: "Im Moment gefällt es mir überhaupt nicht! Man muss abwarten, wie sich das Grün rundherum entwickelt. Kann schön werden, hoffe ich." Tatsächlich war in den Plänen, die der Politik im Frühjahr 2014 präsentiert wurden, zum Rathaus hin ein breiterer Grünstreifen mit einem Baum eingezeichnet. Der Baum wurde gepflanzt, wird wachsen. In dem Bereich des früheren Biergartens, wo nun vier junge Bäume nebeneinander eingesetzt wurden, war eine doppelte Baumreihe vorgesehen. "Der Bereich um die Außengastronomie wird in die neue Gestaltung integriert. Eine Baumreihe schafft Biergarten-Atmosphäre", hieß es in der Vorlage. Aber ob und in welcher Form dort nach der Sanierung der Stadthalle Gastronomie verwirklicht wird, steht heute in den Sternen. Der Stadthallen-Umbau verzögert sich bis Ende 2016/Anfang 2017, weil die Bezirksregierung die Stadt mit knapperen Antragsfristen überrascht hatte. Zwar ist Gastronomie politisch gewollt. Allerdings zeigte sich Kulturdezernentin Christa Jahnke-Horstmann gegen Ende des Jahres eher skeptisch. Aus Sicht von Experten sei eine Dauergastronomie in Form eines Restaurants schwer umsetzbar, nur in Verbindung mit dem veranstaltungsbezogenen Catering denkbar und mit Kosten von 500 000 Euro verbunden.

(aha)
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