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Voerde
Den Rhein auf den Marktplatz bringen

Voerde. In Voerde feierten zahlreiche Besucher die Eröffnung des umgestalteten Rathausplatzes. Von Florian Langhoff

Am Rhein in Götterswickerhamm hat sich eine Gruppe aus etwa 20 Menschen versammelt. Angeführt von Bürgermeister Dirk Haarmann soll es vom Rhein aus in Richtung des neuen Voerder Marktplatzes gehen. "Wir wollen das Motto des neuen Platzes von hier aus in die Innenstadt bringen", sagt Dirk Haarman. "Außerdem wollen wir zeigen, wie nah der Rhein an der Stadt liegt", ergänzt Planungsamtsleiter Hans-Martin Seydel.

Los geht es auf den Weg in Richtung Rathausplatz. Auf der Straße Unterer Hilding macht die Gruppe kurz halt. Hier soll, wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht in naher Zukunft ein Wanderweg die Straße mit der Frankfurter Straße verbinden.

"So hätte man, abgesehen von der Querung der Frankfurter Straße, eine verkehrsfreie Anbindung von der Stadt an den Rhein", erklärt Hans-Martin Seydel. Ob sich die Pläne realisieren lassen, konnte er aber noch nicht sagen. Durch den Park des Wasserschlosses, am trockenen Mommbach entlang und schließlich durch den Helmut-Pakulat-Park geht es, immer wieder mit Hinweisen auf den Städtebau, zum neuen Marktplatz.

Dort wartet bereits eine größere Menschenmenge auf die Eröffnung des Platzes. Der Posaunenchor Voerde stimmt mit einigen Liedern das Publikum auf die Eröffnungsfeier ein, bevor Bürgermeister Dirk Haarmann die Bühne betritt. "Mit dem Umbau des Marktplatzes soll die Attraktivität des Kernbereichs unserer Stadt erhöht werden", erklärt der Bürgermeister den Umbau und betont noch einmal, dass dieser zu 70 Prozent mit Fördermitteln finanziert wurde. Dass die Gestaltung des Platzes für Diskussionen sorgen würde, wäre klar gewesen, sagte Haarmann. "Besser konnte die Lage unserer Stadt am Rhein nicht sichtbar gemacht werden", erklärte der Bürgermeister allerdings weiter. Mit dem Pegel, der den Wasserstand im Rhein sichtbar macht, der großen 800 zur Markierung des Rheinkilometers in Götterswickerhamm und einer Webcam, die Bilder live vom Rheinufer auf eine Projektionsfläche auf dem Platz überträgt, habe man sich den Fluss in die Stadt geholt. Ebenso mit dem Bodennebel, der den Rheinverlauf darstellt.

Als der Bürgermeister, gemeinsam mit dem Ersten und Technischen Beigeordneten Wilfried Limke symbolisch auf einen großen, roten Knopf drückte, blieb das Schauspiel des Bodennebels allerdings erstmal kurz aus. Schnell wurde nachgebessert und leichte Sprühnebelschwaden befeuchteten den Platz. Sofort spielten einige Kinder an den Wasserquellen. "Das ist ja doch ganz schön geworden", kommentierte eine Besucherin die Szenerie auf dem Platz.

Quelle: RP
 
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