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Dinslaken
Deponie-Unterlagen liegen ab Montag aus

Dinslaken. Bürger können die Papiere im Technischen Rathaus einsehen und Einwendungen machen.

Die nächste Etappe im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung der Deponie Wehofen steht an. Unterlagen, die das Unternehmen Thyssen Krupp Steel Europe am 20. Mai bei der Bezirksregierung eingereicht hatte, liegen ab Montag, 27. Juli, bis einschließlich 26. August öffentlich im Technischen Rathaus an der Hünxer Straße 81 aus: Fachdienst Stadtentwicklung, 1. Obergeschoss. Sie sind von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr einzusehen.

Das Unternehmen, das die vorhandene Deponie um einen dritten Abschnitt erweitern möchte, hatte vor Beginn des Erörterungstermins bei der Bezirksregierung Düsseldorf weitere Unterlagen über eine alternative Entsorgungsmöglichkeit vorgelegt. Gegner der Deponie-Pläne hatten dies am ersten Tag der Erörterung kritisiert. Nach längerer Beratung kam die Bezirksregierung zur Ansicht, dass die Unterlagen Bedeutung für die Entscheidung über das Vorhaben haben könnten. Deshalb sei eine Erörterung nicht möglich, wenn nicht Betroffene die Unterlagen ausreichend einsehen könnten. Und die Bezirksregierung ordnete die ergänzende Öffentlichkeitsbeteiligung an.

Ab Montag können nicht nur die Unterlagen unter die Lupe genommen, sondern auch Einwendungen eingereicht werden. Damit sie im Verfahren berücksichtigt werden, müssen die Schreiben bis zum 9. September bei der Bezirksregierung eingereicht sein. Wie es auf der Internetseite der Bürgerinitiative gegen Giftmüll (BiGG) heißt, nehme sie bis zum 8. September Einwendungen entgegen, um sie einen Tag später direkt bei der Bezirksregierung Düsseldorf abzugeben. Schon zweimal lagen Unterlagen zur Deponie-Erweiterung öffentlich aus. Dabei sind rund 1300 Einwendungen eingereicht worden. Sie sollten auf dem Ende Mai begonnenen Erörterungstermin behandelt werden. Doch nach der Kritik von BUND und BiGG wurde der Termin zunächst unterbrochen und am 1. Juni dann ausgesetzt. Mittlerweile hatte die Bezirksregierung Düsseldorf entschieden, den Termin am 21. September in der Stadthalle Walsum fortzusetzen.

Die BiGG sowie der BUND möchte die Pläne von Thyssen Krupp durchkreuzen und die Erweiterung der Deponie Wehofen verhindern. Einen Teilerfolg hatten die Gegner des Vorhabens beim Erörterungstermin Ende Mai erzielt. Das Aussetzen des Termins betrachten BUND und BiGG als Bestätigung ihrer Auffassung, dass für eine Erweiterung der Deponie Wehofen der Bedarf nicht begründet werden könne und keine ernsthafte Alternativprüfung vorgenommen wurde. Die Gegner fordern weiter, dass die Bezirksregierung durch eigene Gutachter prüft, ob der Standort Wehofen für eine Deponie geeignet ist. Dies sei eine ureigene Prüfaufgabe der Bezirksregierung, die nicht an den Antragsteller delegiert werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Die von Thyssen Krupp eingereichte Abfrageliste sei nicht geeignet, "als echte und nachvollziehbare Prüfung von Standortalternativen zu gelten".

(mt)
 
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