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Dinslaken
Der "Bürgermeesters" tritt wieder an

Dinslaken. Der Kandidat hat Sinn für Auftritt mit einem gewissen Witz. Das Siegergeschenk von 2010 hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Meesters mit zur Wahlkonferenz in Ringenberg gebracht. Ein T-Shirt, geplättet auf einem Kleiderbügel und sichtlich zu klein geworden, hängte er ans Transparent der Genossen und wies am Ende seiner Bewerbungsrede aufs SPD-Rot auf Weiß Gedruckte: "Der Bürgemeesters" zieht erstmals in den Landtag ein. "Ihr könnt euch schon mal ein neues Geschenk ausdenken", wandte er sich ebenso launig wie siegesgewiss an die 59 (von 75 geladenen) Delegierten und bat um Vertrauen für die Kandidatur 2017. Das bekam er mit rund 96 Prozent Zustimmung (57 Ja, zwei Nein). Von Thomas Hesse

Das Shirt war nicht nur ein Gag, sondern hatte Symbolkraft. Meesters will wieder mit dem vor sieben Jahren erfundenen Slogan "Der Bürgermeesters" antreten und damit deutlich machen, dass er die Rolle des Kümmerers mit Anbindung an die Kommunen des Wahlkreises 58 weiter besetzen will. Der 58-jährige Weseler, mittlerweile als umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion und Verbindungsmann der SPD zu Minister Johannes Remmel (Grüne) von größerem politischen Gewicht in Düsseldorf, vertritt seit 2010 Wesel, Hamminkeln, Voerde, Hünxe und Schermbeck. Zwei Mal hat er den Wahlkreis gewonnen, einmal knapp, bei späteren Neuwahlen mit Vorsprung. Umweltpolitik will er weiter besetzen, "mein Lieblingsfeld, seitdem ich in den Achtzigern gegen die Atomkraft antrat". Auch als Kulturpolitiker sieht er sich als Lobbyist für den Niederrhein. In seiner Rede stellte er der Landesregierung beste Noten für das starke NRW aus - dass etliche Rankings das Land hinter seinen Möglichkeiten einordnen, interessierte nicht. Die CDU, mit deren Kandidatin Charlotte Quik aus Brünen er es zu tun bekommt, bekam ihr Fett weg als Opposition, die NRW schlechtredet. Meesters Stärke ist der Bürgerdialog und das Gesprächsangebot, wenn es um Kontakte zu den Düsseldorfer Ministerien oder Oberbehörden geht. Auf dieser Schiene will er zukünftig wirken. Deswegen war - passend in Ringenberg an der Issel - das große Hochwasser Thema. Das Land, so Meesters, wolle das Schutzkonzept vollenden, habe etwa bei der Bezirksregierung zehn Deichbauplaner eingestellt. Dies bezieht er auch auf Deichverbände am Rhein.

Als Pluspunkte seiner Politik nannte er die Rettung des Preußen-Museums, die Ausweitung des Leader-Projekts, sein Engagement für das Pankok-Museum, den Deichbau in Götterswickerhamm und die neue Ampel an der A3-Abfahrt Hünxe.

Quelle: RP
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