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Unsere Woche
Der Druck steigt, die Vernunft wächst

Dinslaken. Für das Hiesfelder Freibad scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Damit wären aber noch lange nicht alle Dinslakener Bad-Probleme gelöst.

Wer hätte das gedacht. Das Thermometer zeigt 34 Grad, das Hiesfelder Freibad ist geschlossen - und das Leben geht trotzdem weiter. Wer die Diskussion miterlebt hat, die losging, als die Dinslakener Bädergesellschaft bekanntgab, dass das Bad aus Sicherheitsgründen in diesem Sommer nicht geöffnet werden könnte, hätte sich das kaum vorstellen können. Inzwischen haben sich die aufgeregten Gemüter offenbar abgekühlt und siehe da - eine Lösung zeichnet sich ab. Das letzte Wort ist zwar noch nicht lange gesprochen, aber es deutet einiges darauf hin, dass in nicht allzu ferner Zukunft in Hiesfeld ein Naturbad entstehen könnte. Das war vor 15 Jahren schon einmal im Gespräch. Damals wollten es weder die Hiesfelder noch die Mehrheit der Politik. Also hat man - wider alle Vernunft - weitergewurschtelt, bis es die marode Technik nicht mehr zuließ. Jetzt ist, um es mal mit Altkanzler Adenauer zu sagen, die Situation da und befördert ganz offenbar die Vernunft. Die Politik hat der Versuchung widerstanden, mal eben eine Viertelmillion Euro in die Hand zu nehmen, um weiterwurschteln zu können. So weit, so gut. Wenn sie allerdings mit der Wurschtelei tatsächlich Schluss machen will, muss sie sich im Klaren drüber sein, dass das Hiesfelder Bad nur ein Teil des Problems ist. Schließlich gibt es da noch das ebenfalls marode Lehrschwimmbecken an der Bismarckstraße und ein - zwar schmuckes - Dinamare im Volkspark, das aber an seine Grenzen stößt, wenn es darum geht, die Ansprüche von Öffentlichkeit, Schulen und Vereinen unter einen Hut zu bringen.

Wer Dinslakens Bäderlandschaft wirklich für die Zukunft aufstellen will, wird auch diese Probleme lösen müssen.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

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Quelle: RP
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