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Hintergrund
Der Garant für bezahlbares Wohnen

Dinslaken. Das Hauptgeschäft der Wohnbau Dinslaken ist die Vermietung ihrer Wohnungen und Immobilien. Sie setzt gegenwärtig mehrere Bauprojekte um und hat neue Vorhaben in der Planung. Bestandspflege wird groß geschrieben. Von Heinz Schild

DINSLAKEN Das Geschäftsmodell der Wohnbau Dinslaken ist es, "nachhaltig die Region mit Wohnungen zu versorgen", wie es Wilhelm Krechter formuliert, der zum 1. Januar 2016 Geschäftsführer des Unternehmens wurde. Er legte jetzt den Bericht über das Geschäftsjahr 2015 vor.

Danach erwirtschaftete das Wohnungsunternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 38,2 Millionen Euro, fast zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der erzielte Jahresüberschuss liegt bei 6,5 Millionen Euro und wird an die Gesellschafter ausgeschüttet, zu denen die Kommunen Dinslaken, Voerde und Hünxe gehören.

Die Stadt Dinslaken erhält auf ihren Geschäftsanteil von 17,7 Prozent eine Dividende von rund 1,15 Millionen Euro, Voerde (Anteil 12,64 Prozent) werden etwa 819.000 Euro überwiesen, Hünxe (3,31 Prozent) erhält zirka 215.000 Euro. Für das laufende Jahr erwartet Krechter ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2015.

Die Bewirtschaftung der Bestandsimmobilien ist das Haupt- geschäft der Wohnbau, die damit etwa 95 Prozent ihres Ergebnisses erzielt. Für das Berichtsjahr 2015 werden für das Unternehmens-Portfolio insgesamt 5817 Wohnungen, 370 Seniorenheimplätze, 48 Gewerbeeinheiten sowie 1923 Garagen- und Tiefgaragenplätze ausgewiesen. Die Leerstandquote lag bei einem Prozent (2014: 1,2 Prozent) und wird im diesem Jahr voraussichtlich unter ein Prozent sinken. Die durchschnittliche Miete betrug im Berichtsjahr 4,93 Euro je Quadratmeter (2014: 4,75 Euro). Damit liege sie, so berichtete Geschäftsführer Wilhelm Krechter, deutlich unter den Mietspiegeln der jeweiligen Bereiche und unter den Neubaumieten von 5,25 Euro pro Quadratmeter für den öffentlich geförderten Wohnungsbau.

Die durchschnittlichen Betriebskosten betragen 2,80 Euro pro Quadratmeter und liegen im allgemeinen Schnitt. 2015 wurden fast zehn Millionen Euro für Renovierungen und Modernisierungen von Bestandsgebäuden ausgegeben. Die durchschnittlichen Instandhaltungskosten liegen bei knapp 20 Euro je Quadratmeter im Jahr. Die Wohnbau sieht sich selbst als Garant "für bezahlbare Mieten".

Aktuell gibt es drei laufende Bauprojekte. Dazu gehört das Wilhelm-Lantermann-Karree in Dinslaken. Dort entstehen 77 Wohnungen, zwölf wurden bereits bezogen, zwei weitere Gebäude mit zusammen 65 Wohnungen befinden sich gegenwärtig im Bau. Acht öffentlich geförderte Wohnungen entstehen an der Herzogstraße in Dinslaken, weitere 14 Wohneinheiten werden an der Grünstraße in Voerde gebaut. Das Gesamtinvestitionsvolumen: 13,7 Millionen Euro.

In Planung befinden sich vier Vorhaben: zwei Gebäudekomplexe mit jeweils zwölf Wohnungen an der Spellener Straße in Friedrichsfeld; sechs kleine Reihenhäuser am Waldacker in Voerde; 25 Wohnungen am Danziger Platz in Bruckhausen; 20 Wohnungen auf einem ehemaligen Schulgrundstück an der Helenenstraße in Dinslaken Für diese neuen Projekte sind 10,7 Millionen Euro veranschlagt.

Einige der neue entstehenden Wohnungen werden öffentlich gefördert und sind für Flüchtlinge bestimmt. Um eine dezentrale Unterbringung zu gewährleisten, werden die Flüchtlinge nicht zusammen in den Neubauten, sondern in Bestandswohnungen untergebracht. Etliche Flüchtlinge leben bereits in Wohnungen der Wohnbau.

Das Wohnungsunternehmen setzt bei seiner Neubautätigkeit auf Kontinuität, baut nicht "auf Teufel komm raus", wie Geschäftsführer Krechter sagte. Es gehe schließlich um die Schaffung von Qualitätswohnraum, der nachhaltig gut bewirtschaftbar sein soll - das über Jahrzehnte. Zudem müsse für den jeweiligen Standort das richtige Objekt geplant und gebaut werden. Das differenzierte Betrachten eines jeden Standortes ist nach Einschätzung von Krechter eine der Stärken der Wohnbau.

Quelle: RP
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