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Dinslaken
Der Rutenwallweg wird zur Fahrradstraße

Dinslaken: Der Rutenwallweg wird zur Fahrradstraße
Der Rutenwallweg wird zur Fahrradstraße. Schon jetzt können Radler dort in beide Richtungen fahren, dies gilt nicht für andere motorisierte Verkehrsteilnehmer. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Die Stadt Dinslaken schärft weiter ihr Profil als fahrradfreundliche Kommune. Die Verwaltung will die Bürger noch über die in dem Bereich einzuhaltenden Verkehrsregeln informieren. Von Heinz Schild

"Hier macht die Fahrradstraße wirklich Sinn", befand Dr. Thomas Palotz, Planungsdezernent der Stadt Dinslaken, und bezog sich auf den Bereich des Rutenwallwegs sowie den nördlichen Teil der Saarstraße zwischen Neutorplatz und Am Rutenwall. Nach der geplanten Ausweisung als Fahrradstraße haben dort die Radler Vorrang vor anderen Verkehrssteilnehmern und können auch nebeneinander fahren. Zudem dürfen sie dort die Straße in beide Richtungen befahren, während motorisierte Verkehrsteilnehmer nur von der Friedrich-Ebert-Straße aus in den Rutenwallweg Richtung Neutor-Galerie fahren dürfen.

Da das Thema Fahrradstraße und wie man sich dort als Verkehrsteilnehmer zu verhalten hat, was zulässig ist und was nicht, vielen Bürgern noch nicht so geläufig ist, will die Stadt für Aufklärung sorgen und darüber informieren, welche Verkehrsregeln dort einzuhalten sind, wie Dr. Thomas Palotz in der gestrigen Sitzung des Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschusses ankündigte. Er bescheinigte dem Rutenwallweg, der parallel zur Neustraße verläuft, eine der wichtigsten Verbindungen für Radfahrer durch die Innenstadt zu sein. So sind in dessen Bereich bereits attraktive Abstellplätze für Räder geschaffen worden. Dort könnten die Bürger ihre Fahrräder abstellen und dann auf kurzem Weg durch die Bohlenpassage auf die Einkaufsstraße gelangen.

Die Ausweisung als Fahrradstraße stellt für Palotz eine deutliche Stärkung der Achse zwischen Neutor und der Altstadt dar. Der Rutenwallweg ist für den Radverkehr bereits in Gegenrichtung (also in Richtung Altstadt) freigeben. Dies auch mit Blick auf die verbesserte Möglichkeit, die Friedrich-Ebert-Straße im Bereich der Kolpingstraße zu überqueren.

Mit der Umsetzung des Projekts schärft Dinlaken ihr Profil als fahrradfreundliche Stadt. Und daran arbeitet sie auch weiterhin. So ist beispielsweise vorgesehen, am Bahnhof ein Fahrradparkhaus zu errichten. Wie Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz in der gestrigen Ausschusssitzung berichtete, findet demnächst ein Termin mit einem Hersteller von Fahrradparkhäusern statt. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, wäre die Kommune eine der ersten in der Region, die ein Parkhaus für Fahrräder habe.

Einstimmig befürworteten die Ausschussmitglieder die von der Verwaltung erarbeitete Stellungnahme zur geplanten Aufhebung des Bahnübergangs Jägerstraße/Sterkrader Straße im Zuge des vorgesehenen dreigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen. Die Deutsche Bahn plant als Ausgleich eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, für den Kfz-Verkehr ist eine Ersatzstraße vorgesehen. In ihrer achtseitigen Stellungnahme fordert die Kommune unter anderem, dass der Bahnübergang erst geschlossen wird, wenn die neue Straßenverbindung in Betrieb genommen worden ist. Auch soll der Bahnübergang erst dicht gemacht werden, wenn die vorgesehene Unterführung für Fußgänger und Radfahrer fertiggestellt ist.

Quelle: RP
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