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Dinslaken
Der Sonne hinterher und unterm Regen durch

Dinslaken: Der Sonne hinterher und unterm Regen durch
Dinslakens stellvertretender Bürgermeister Eyüp Yildiz eröffnete auf dem Altmarkt den Radwandertag. FOTO: Fröhlich
Dinslaken. Beim 25. Niederrheinischen Radwandertag konnten Teilnehmer zwischen 60 Routen wählen. Von Sara Schurmann

"Regen ist zwar unangenehm, aber wir fahren einfach darunter durch." Mit dieser Einstellung fährt Gregor Gawlowski am 25. Niederrheinischen Radwandertag gut, denn kurz vor dem Start ziehen die ersten dunklen Wolken auf. Der guten Laune macht das nichts - hier kennt man sich, so dass jeder schnell ins Plaudern kommt. Entweder wird die sportliche Leistung der deutschen Nationalmannschaft am Abend zuvor bewertet oder die eigene auf dem Fahrrad diskutiert.

70 Veranstaltungsorte mit 60 verschiedenen Routen bieten an diesem Radwandertag vielfältige Möglichkeiten, den Niederrhein zu erkunden. Dinslaken ist mit zwei Routen vertreten - eine geht über Voerde bis nach Hünxe, die andere sehr beliebte über Rheinberg bis nach Wesel. Zu gewinnen gibt es auch etwas, denn jeder sammelt auf seiner Karte mindestens drei Stempel und macht so automatisch bei einer Tombola mit. Dann soll es endlich losgehen. Ruth Venn wartet schon ungeduldig, denn noch scheint die Sonne. Sie nennt sich selbst eine "Schönwetterfahrerin" und möchte an diesem Tag bis nach Schermbeck fahren. Schnell holt sie sich eine andere Karte, auf der ein größerer Umkreis verzeichnet ist. Derweil diskutieren ihre Bekannten über die 60 Kilometer lange Route über Rheinberg bis nach Wesel - für die meisten ein Klacks, bei anderen hilft zur Not ein kleiner Elektromotor.

Ulrich Hohmann (71) ist topfit, fährt gerne auch mal 150 Kilometer in der Woche und ist beim Niederrheinischen Radwandertag nicht zum ersten Mal mit dabei. Zusammen mit seiner Frau fährt er immer genau da lang, wo sie sich noch nicht auskennen. Heutiges Ziel ist Krudenburg. "Die Aktion ist so praktisch, weil man nicht mit dem Ehepartner über die Route diskutieren muss", sagt Ulrich Hohmann lachend. Auch Andrea und Angela Borchert fahren nach 15 Jahren das erste Mal wieder mit und sind für alle Eventualitäten perfekt ausgestattet. Genug Wasser haben sie eingepackt und auch Regenjacken.

Schließlich begrüßt Dinslakens stellvertretender Bürgermeister Eyüp Yildiz die Radfahrer. Er selbst fährt nicht mit: "Ich bereite mich lieber auf das Fußballspiel am Donnerstag vor", sagt er. Die Fahrradbegeisterten hingegen brausen im Sonnenschein davon. Wenn doch ein paar Tropfen runterkommen sollten? Gregor Gawloski findet's nicht schlimm: "Regentropfen sind super, da sieht man den Schweiß nicht."

Quelle: RP
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