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Reportage am Montag
Weihnachtsmarkt soll Dinslaken beleben

Der Weihnachtsmarkt 2017 soll Dinslaken beleben
Lebkuchen gehört einfach dazu. Die drei jungen Damen zeigen, was sich so alles aus dem leckeren Teig machen lässt. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Bürgermeister Michael Heidinger eröffnete den Weihnachtsmarkt auf dem Platz an der Neutor-Galerie. Bis Ende Dezember sollen Buden und Fahrgeschäfte die Besucher in die Innenstadt locken. Doch gefällt den Gästen der neue Weihnachtsmarkt im Zentrum der Stadt? Von Florian Langhoff

Dinslaken Ein buntes Meer von Regenschirmen ist vor der kleinen Bühne vor dem Eingang der Neutor-Galerie am Neutorplatz zu sehen. Leichter Regen prasselt auf die aufgespannten Regenschirme und die kleinen mit Dächern versehenen Stehtische im Blickfeld der Bühne, als Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger den Weihnachtsmarkt eröffnet.

"Wir wollten den Menschen einen Grund geben, in der Vorweihnachtszeit nach Dinslaken zu kommen", erklärt Heidinger den Besuchern zur Eröffnung des neuen Weihnachtsmarktes. Gerade in der für den Einzelhandel wichtigen Vorweihnachtszeit sei es wichtig, die Menschen in die Dinslakener Innenstadt zu locken. Dabei sei der Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz keine Konkurrenzveranstaltung zu den bereits in der Stadt etablierten Weihnachtsmärkten, sondern eher eine Ergänzung. Bis Ende Dezember soll es hier jeden Tag bunte Angebote geben.

FOTO: MartinBüttner

Ein Weihnachtsmarkt Mitte November? Ist das vielleicht ein wenig früh? Das findet zumindest Marcel Dora. Gemeinsam mit Ehefrau Sabrina und den Kindern Lea-Sofia (3) und Max-Joel (2) ist er auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs und macht gerade am Stand der Schaubäckerei Kunterbunt Halt, wo in einem kleinen Ofen auf dem Weihnachtmarkt vor Ort Brot gebacken wird.. "Ich denke, man ist eventuell ein bisschen zu früh dran mit dem Weihnachtsmarkt", sagt er.

"Die richtige Vorweihnachtszeit beginnt für mich erst mit dem Nikolaustag los", sagt er. Außerdem wäre bei vielen Familien auch nicht mehr so viel Geld vorhanden, dass man schon weit vor den Weihnachtstagen über die Weihnachtsmärkte bummeln könnte. "Es gibt sicher sehr viele Menschen, die sich genau überlegen, wann sie zu so einem Weihnachtsmarkt gehen", sagt er.

Trotzdem sind seine Ehefrau und er angetan von der vorweihnachtlichen Veranstaltung auf dem Neutorplatz. "Es ist eigentlich ganz schön hier. Uns gefällt es hier sehr gut und wir werden sicher noch öfter herkommen." Auch weil der Nachwuchs ganz begeistert ist vom Weihnachtsmarkt, auf dem es mit den Fahrgeschäften auch ein buntes Angebot für die jungen Besucher gibt. "Es wird ja auch einen Familientag geben und da werden wir bestimmt wieder hier sein", sagt Sabrina Dora.

Chris Andrews sang auf dem Weihnachtsmarkt. Familie Dora genoss die heimelige Atmosphäre auf dem Markt. FOTO: Martin Büttner

Apropos junge Besucher: Am Stand mit den Lebkuchenherzen sehen sich Sila Akcay, Sarah-Sophie Becker und Viktoria Ficek gerade um. Auch die Jugendlichen finden den Weihnachtsmarkt nicht schlecht. "Es ist schön, dass es hier jetzt einen richtigen Weihnachtsmarkt gibt", sagt Sarah-Sophie Becker. Die drei Freundinnen freuen sich vor allem über das reichhaltige Angebot an Süßwaren an den verschiedenen Ständen auf dem Weihnachtsmarkt und treffen hier auch Freunde. "Wir werden sicher noch öfter herkommen", sagt Viktoria Ficek.

Doch nicht alle sind ganz zufrieden mit dem Weihnachtsmarkt. "Hier gibt es ja nur Fressbuden", kommentiert ein älterer Herr das Angebot an den Ständen. Das stimmt natürlich nicht: Denn an den Wechselbuden gibt es weihnachtliches Dekomaterial und Selbstgebasteltes zu kaufen. Außerdem sehen einige Stände wie überdimensionierte Bilderrahmen aus, in denen hinter Glas Szenen aus der Weihnachtsgeschichte mit Figuren dargestellt zu sehen sind. Zudem sorgen Lichterketten und Tannengrün für ein wenig vorweihnachtliche Atmosphäre.

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Vor der Bühne werden derweil die ersten Schirme zugeklappt. Der Regen lässt nach, als der britische Pop- und Schlagersänger Chris Andrews die Bühne betritt, der mit dem Song "Yesterday Man" Mitte der 1960er-Jahre bekannt wurde. Das Publikum vor der Bühne lauscht den Klängen der Musik, während sich an der Weihnachtsscheune Menschen zum Klönen treffen.

Quelle: RP
 
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