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Dinslaken/Voerde/Hünxe
Deutliche Unterschiede bei Hundesteuer

Dinslaken/Voerde/Hünxe: Deutliche Unterschiede bei Hundesteuer
Stefan von Ameln mit seinen Hunden Emma und Maylo, die in Dinslaken angemeldet sind. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken/Voerde/Hünxe. In Dinslaken, Voerde und Hünxe sind zusammen rund 8.000 Vierbeiner angemeldet. Von Heinz Schild

Der Bund der Steuerzahler NRW hat für rund 200 nordrhein-westfälische Kommunen ermittelt, wie hoch die Hundesteuer ist, die jeweils verlangt wird. Der Vergleich zeigt, dass es enorme Unterschiede gibt. In Verl werden nur 24.60 Euro pro Jahr für das erste Tier verlangt, in Hagen sind es hingegen 180 Euro. Und auch bei benachbarten Kommunen gibt es deutliche Schwankungen. Wer in Dinslaken wohnt, muss jährlich 120 Euro für seinen geliebten Vierbeiner berappen, im Hünxe fallen 96 Euro an, in Voerde nur 80 Euro.

Wer mehr als einen Hund hält, muss für jedes Tier eine höhere Steuer entrichten, bei zwei sind es in Dinslaken jeweils 132 Euro, in Voerde 94 Euro und in der Gemeinde Hünxe 110 Euro. Nochmals eins draufgesattelt und damit teuer wird es ab drei Hunden, dann fallen in Dinslaken je Tier 144 Euro an, in Voerde sind es 108 Euro und in Hünxe 132 Euro. Richtig zur Kasse gebeten wird, wer einen so genannten Kampfhund hält. Dann wird nämlich ein Vielfaches des normalen Steuersatzes verlangt und die Unterschiede zwischen den drei Kommunen sind nicht groß. In Dinslaken wird ein gefährlicher Hund mit einer Jahressteuer von 636 Euro belegt, Voerde verlangt 600 Euro und Hünxe 612 Euro.

In den Hundesteuersatzungen sind allerdings auch Befreiungen sowie Ermäßigungen vorgesehen, die beantragt werden können. So sind Blindenhunde von der Steuer befreit. Eine Befreiung gilt in Voerde beispielsweise auch für Vierbeiner, die an Bord von registrierten Binnenschiffen gehalten werden. Reduzierte Steuersätze gelten für Melde- und Sanitätshunde. Auch Sozialgeldempfänger können mit einer reduzierten Hundesteuer rechnen. Die genauen Voraussetzungen und Zahlen sind in den kommunalen Satzungen nachzulesen.

Etwa 432.000 Euro nahm die Stadt Dinslaken im vergangenen Jahr an Hundesteuer ein. Angemeldet sind etwa 4000 Tiere. Dinslakens Pressesprecher Horst Dickhäuser geht davon aus, dass die Dunkelziffer der nicht angemeldeten Hunde bei rund 400 liegt. Für dieses Jahr rechnet die Voerder Kämmerin Simone Kaspar mit 235.000 Euro Einnahmen aus der Hundesteuer. In Voerde sind knapp über 2700 Vierbeiner angemeldet. Etwa 1300 sind in der Gemeinde Hünxe registriert, das Jahreshundesteueraufkommen macht dort rund 125.000 Euro aus, wie Kämmerer Hans-Joachim Giersch sagte. In den Rathäusern wird mit einem weit verbreiteten Irrtum aufgeräumt, dem sich etliche Hundehalter hingeben: dass sie mit Bezahlen der Hundesteuer das Recht hätten, den Kot ihres Vierbeiner in öffentlichen Anlagen, auf Plätzen oder Straßen liegen zu lassen. "Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine Regulierungssteuer, um das Hundeaufkommen im Stadtgebiet zu begrenzen", verdeutlicht die Voerder Kämmerin Simone Kaspar. Diese Steuer sei kein Ausgleich für die Nutzung oder Verunreinigung der Straße durch Hunde. Die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge müssen die Hundebesitzer natürlich entfernen.

Quelle: RP
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