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Voerde
Die Abfallgebühren steigen 2017 nicht

Voerde. Voerder Betriebsausschuss befasste sich auch mit der Verbesserung der Pflege des städtischen Grüns.

Die Gebühren, die die Stadt Voerde erhebt, bleiben in einigen Bereichen im nächsten Jahr stabil. Der Betriebsausschuss folgte den Vorschlägen der Verwaltung zu den Abfallgebühren (unverändert), zur Straßenreinigung (Reduzierung Reinigung laufender Meter von 1,50 auf künftig 1,45 Euro) und zu den Abwassergebühren (Schmutzwasser 2,66 Euro je Kubikmeter statt bislang 2,58 Euro; Niederschlagswasser bleibt bei 1,25 Euro je Quadratmeter befestigte Fläche) jeweils einstimmig.

Zudem waren die Ausschussmitglieder damit einverstanden, das der Kauf einer Hubarbeitsbühne nicht vorgenommen wird. Dazu sind 250 .000 Euro im Haushalt 2016 eingestellt worden. Wie die Verwaltung erläuterte, mache die Anschaffung keinen Sinn, da man die Arbeitsbühne nicht an 120 Tagen, sondern nur an 85 Tagen benötige. Zudem werden im Laufe des Jahres bis zu vier unterschiedliche Arbeitsbühnentypen benötigt. Sie sollen je nach Erfordernis angemietet werden. Das eingeplante Geld soll trotzdem investiert werden, da man für die Unterhaltung der Grünflächen und der Kanäle dringend neue Fahrzeuge kaufen müsse. Die Anschaffung von sieben Fahrzeugen schlägt mit 226. 000 Euro zu Buche.

Die Kritik von Bürgern, die Pflege der städtischen Grünflächen lasse zu wünschen übrig, hat Wirkung gezeigt. Im Februar hatten sich Verwaltung und Politik auf ein Markttestverfahren verständigt. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde nun die erste Ausschreibung auf den Weg gebracht. Wie Wilfried Limke, der technische Beigeordnete der Stadt Voerde, gestern sagte, gehe es bei der Ausschreibung um die Pflege der öffentlichen Grünflächen in einem Wohngebiet mit rund 100 Häusern. Zum Auftrag gehöre die Beseitigung des Unkrauts, die Pflege der Oberflächen und der Rabatte. Zunächst werden diese Arbeiten für drei Jahre an eine Privatfirma vergeben. Mit dem Markttestverfahren könne der Kommunalbetrieb jedes Jahr eine bestimmte Leistung oder Tätigkeit öffentlich ausschreiben, so Limke. Die Pflege aller Parks, aller Schulhöfe oder des gesamten Straßenbegleitgrüns könnte so vergeben werden. Durch die eingereichten Angebote könne die Stadt die Marktpreise mit den eigenen Kosten vergleichen.

Das Markttestverfahren werde aber nicht dazu benutzt, um beim Kommunalbetrieb Stellen abzubauen, betonte Limke. "Das führt nicht zu einer Privatisierung. Es ist ein Outsourcing auf Zeit", so Wilfried Limke. Dadurch erhoffen sich Verwaltung und Politik eine Verbesserung bei der Pflege des öffentlichen Grüns. Voerder hatten den Zustand der Grünflächen immer wieder beklagt. Und die Stadt hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass mit Blick auf die Personalkosten der Grünflächenbereich seit Jahren unterbesetzt sei. Dazu habe man sich bewusst entschieden, weil das Thema Personalkosten im Rathaus sehr ernst genommen werde, kommentierte der Bürgermeister im September diese Entwicklung. Aus Kostengründen habe man diesen Weg eingeschlagen, der sich unweigerlich auf die Pflege öffentlichen Grüns niederschlägt. In der Vergangenheit habe man durch Marktbeobachtung aber auch Einsparungen erzielt. So konnte eine Firma den Heckschnitt über einem Meter Höhe preiswerter abwickeln als kommunale Mitarbeiter. Der Grund: die Firma setzt ein bestimmtes Gerät ein. Nun bekommt die Stadt auch ein solches Gerät.

(mt)
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