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Dinslaken
Die ersten Flüchtlinge sind in die Fröbelschule eingezogen

Dinslaken. Gebäude soll nur vorübergehend genutzt werden. Von Rita Meesters

Es war ein Kraftakt für alle Beteiligten, den Altbau der Fröbelschule in aller Kürze als Flüchtlingsunterkunft herzurichten. Am vergangenen Donnerstag traf die Nachricht der Bezirksregierung ein, am Montag und gestern zogen bereits die ersten 23 Menschen ein, vorwiegend Paare und Familien. Bis Ende der Woche sollen es 47 Personen sein. "Sehr nette Leute", versichert Caritasdirektor Michael van Meerbeck nach einem Besuch vor Ort. Die Neuankömmlinge stammen aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens. "Wenn wir nicht so gute Verbindungen zu unseren Handwerkern hätten, wäre das gar nicht möglich gewesen", beschreibt er die Situation und lobt auch den Einsatz seiner Mitarbeiter. Die Menschen in der Fröbelschule werden rund um die Uhr betreut. Wie berichtet, wird die Fröbelschule vorübergehend genutzt, weil die Zuweisung neuer Menschen das Tempo des Ausbaus der bestehenden Unterkünfte übersteigt. Stadt und Caritasverband sind zu schnellem Handeln gezwungen, denn alle Plätze sind belegt. Nachbarn und Eltern der Fröbelschule konnten durch den Zeitdruck erst kurzfristig informiert werden. Zu einer Bürgerversammlung im Pfarrheim Heilig Geist in Hiesfeld lädt die Stadtverwaltung für heute um 18 Uhr ein. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Caritasdirektor Michael van Meerbeck, die 1. Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann und Mitarbeiter von Stadt und Caritas werden Rede und Antwort stehen.

Mit Unverständnis und Sorge reagiert der Caritasdirektor auf die Pläne des Landes, die Erstaufnahmeeinrichtungen im kommenden Jahr weitgehend aufzulösen - davon betroffen sind auch die Unterkünfte Hardtfeld in Dinslaken und Grenzstraße in Voerde.

Das stellt die Kommunen vor Probleme. Die Flüchtlinge der Landes-Erstaufnahmeeinrichtung werden 1,3-fach auf die Zahl der "Regelflüchtlinge" pro Kommune angerechnet. Schließt die Unterkunft, muss Dinslaken zum Beispiel insgesamt etwa 85 Menschen mehr aufnehmen.

Quelle: RP
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